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Jorge's Diamonds #1

JENSI SKUNK

Jorge's Diamonds #1

Diamonds are a grower's

best friend [?]

 

Wenn ein weltbekannter, erfolgreicher Cannabisanbau-Buchautor seinen guten Namen für eine neue Cannabissorte hergibt, ist die Qualität des Ergebnisses besonders interessant, schließlich soll der Name für die Klasse der Sorte bürgen. Würde sich Jorge's Diamonds #1 tatsächlich als Diamantenschatz erweisen?

Jorge's Diamonds #1 ist das Ergebnis eines gemeinsamen Sortenprojekts von Dutch Passion und Jorge Cervantes, Autor vieler bekannter Cannabisanbau-Bücher und unzähliger Fachartikel. Ich fragte Jorge, wie es zu der Zusammenarbeit mit Dutch Passion kam, und er antwortete ganz im Stil eines amerikanischen

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Geschäftsmannes: „Ich kenne Henk seit mehr als zehn Jahren, und das mittlerweile ziemlich gut, wir sehen uns oft auf Cannabis-Messen. Dutch Passion ist der größte Samenanbieter in Europa und die Jungs haben einige der stärksten Sorten, die es gibt. Außerdem verwenden sie viel Sorgfalt auf die Züchtung ihrer Sorten. Eines Tages kamen Henk und ich ins Gespräch über die Möglichkeit, eine neue Dutch Passion Sorte nach mir zu benennen. Wir hielten das für eine gute Idee, die beiden Seiten nützen könnte.

Ich möchte mehr Bücher in Europa verkaufen, und meinen Namen auf Dutch Passions Samentütchen zu haben, bedeutet einen willkommenen Cross-Over-Effekt.

Jorges Rolle bei der Züchtung von Jorge's Diamonds #1 beschränkte sich darauf, als Testraucher für die unterschiedlichen genetischen Versuchslinien und Generationen zu fungieren und Dutch Passion seine persönlichen Präferenzen mitzuteilen. Jorge: „Ich wählte die genetische Linie aus, die ich am meisten mochte. Ich folgte meinem Instinkt und favorisierte eine bestimmte Linie mit dem süßesten Geruch und Geschmack, der angenehmsten Rauchkonsistenz und dem potentesten, am längsten anhaltenden schwebenden Sativa-High. Außerdem legte ich Wert darauf, dass diese Pflanzen auch leicht anzubauen und widerstandsfähig sind, so dass sie jedermann erfolgreich kultivieren kann." Die Genetik von Jorge's Diamonds #1 wurde von Henk aus dem 25 Jahre alten Forschungsgenpool von Dutch Passion selektiert - Genaueres wird nicht verraten. Jorge beschreibt Jorge's Diamonds #1 als Indica-dominante

 

Jorge's Diemonds #1 wird weiterhin als nahezu wartungsfrei beschrieben, Spinnmilben und andere Schädlinre meiden diese Sorte angeblich

Sorte, die im High mit einem starken Sativa-Kick ausgestattet ist. Laut Dutch Passion ist sie „eine einzigartige harzstrotzende Sorte, die potent, süß, geschmacksstark und wunderbar weich in der Rauchkonsistenz ist." Geschmack und Aroma sollen an „Wildhonig kombiniert mit Himbeeren" erinnern - eine jener äußerst fantasievollen Beschreibungen, wie sie oftmals nur den Geschmacks- und Geruchsnerven einer einzelnen Person entspringen. Jorge's Diamonds #1 wird weiterhin als nahezu wartungsfrei beschrieben, Spinnmilben und andere Schädlinge meiden diese Sorte angeblich. Der THC Gehalt liegt bei 16 bis 18%. In 8-9 Blütewochen soll sie zur Reife gelangen, und mit einem Erntezeitraum von Mitte Oktober unter natürlichem Licht kann sie sogar outdoors erfolgreich kultiviert werden. Der Ertrag wird mit 200-500 g/m2 angegeben.

 

2008 erschien Jorge's Diamonds #1 dann auf dem Samenmarkt, ausschließlich in feminisierter Form erhältlich. Ein äußerst versierter Grower namens „The Doc" nahm sich dieser Sorte an und säte ein ganzes Tütchen mit zehn feminisierten Samen aus. Es stellte sich eine 100%ige Keimquote ein. Die zehn Hanfsamen wuchsen zwei Wochen lang in 1-Liter-Töpfen, befüllt mit Anzuchterde, auf 0,25 m2 unter zwei 125 W CFL Leuchten (6400 Kelvin). Sie gediehen üppig grün und äußerst kompakt nach Art einer Indica, und dies bei großer Einheitlichkeit, die Pflanzen sahen fast so uniform wie Stecklinge aus. Dann topfte Doc die Jungpflanzen in 6,5-Liter-Töpfe mit Plagron Standard Mix plus ca. 5% Blähton um und gab bei der Beleuchtung mit 2 x 600 W und 1 x 400 W Osram Planta Star mächtig Gas. Die Plants standen nun auf einer Fläche von 2,5 m2. Sie verbrachten weitere zwei Wochen in der vegetativen Phase bei einer Lichtperiode von 18/6. Die Power-Beleuchtung und das ideale Klima im Grow Raum, der technisch perfekt eingerichtet war (mit automatischem SPC - Temperaturcontroller von SMSCOM), sorgten bei den Pflanzen für rasantes Wachstum. Das aber nach wie vor einheitlich und sehr kompakt, mit sehr kurzen Intemodienabständen (10-12 Internodien pro Pflanze bei einer Höhe von lediglich 40-50 cm!), ausfiel, wodurch die Jorge's Diamonds #1-Pflanzen eine große Vielzahl von kraftvollen Seitentrieben hervorbrachten. Nach vier Wochen leitete Doc die Blüte ein, durch Umstellen der Photoperiode von 18/6 auf 12/12. Alle Pflanzen erwiesen sich als weiblich. Doc entfernte die unteren Segelblätter, weil die Seitentriebe unter den Blättern, die eine enorme Größe von bis zu drei Mal handgroß erreichten, zu wenig Licht erhielten. Im Wachstumsverhalten gab es im Verlaufe der Blüte gewisse Unterschiede zu erkennen, Doc machte drei verschiedene Phänotypen aus. Es gab sieben sehr homogene Plants, zwei Plants aber waren deutlich kleiner und buschiger. Eine davon war besonders kräftig und breit. Nach der zweiten Blütewoche waren die meisten Plants bis in Brusthöhe herangewachsen, der Streckungseffekt setzte plötzlich und gewaltig ein. Nach der dritten Blütewoche hatten sich an den Triebspitzen die ersten „Röschen" gebildet. Doc notierte, dass der Grow - Raum zu diesem Zeitpunkt so grün (überhaupt keine gelben

 

In der Folgezeit wurden die Buds spürbar dicker und die Harzdrüsen traten immer zahlreicher hervor, selbst auf den großen Laubblättern.

Blätter) wie selten zuvor war. In der vierten Blütewoche wuchs eine der Plants auf 160 cm Höhe heran und begann, eine ein Meter lange Top-Cola auszubilden. Alle anderen, bis auf die beiden kleineren, wuchsen bis auf Schulterhöhe heran.

In der Folgezeit wurden die Buds spürbar dicker und die Harzdrüsen traten immer zahlreicher hervor, selbst auf den großen Laubblättern. Nach der fünften Blütewoche wurden die lanzenförmigen Buds immer fetter. Die Pflanzen erwiesen sich als äußerst durstig, sie benötigten ein bis zwei Liter pro Tag. Die Plants blühten mehrheitlich nach Art einer Sativa. Dank dem Indica Einfluss aber wurden die vielen Buds der Jorge's Diamonds Pflanzen äußert groß, dicht und schwer. Zwischen der siebten und achten Blütewoche wurden die Blütenstände sogar so schwer, dass sie gestützt werden mussten. Die Dimensionen der allermeisten Pflanzen waren gewaltig und boten eine hoffnungsfrohe Aussicht auf eine äußerst reiche Ernte, das Diamantenfieber hatte den guten Doc heftig gepackt. Die Blütenstruktur der Pflanzen erwies sich bei den meisten Pflanzen als ähnlich, die Blütenkelche waren klein, aber äußerst vielzählig und dicht gepackt, es stellte sich ein äußerst hohes Blüten/ Blätter-Verhältnis ein. Die Buds aller Pflanzen waren am Ende beeindruckend groß, hart und verdammt harzig. Eine deutlich kleiner gebliebene, Indica typische Pflanze schoss mit ihrer extremen Harzigkeit jedoch den Vogel ab. Es gab unter den vielen mannshoch aufgeschossenen, ähnlichen Jorge's Diamonds #1-Pflanzen in Bezug auf die Blüte zwei bis drei Phänotypen, von denen einer als „Haze Phäno" besonders

 

herausragte. Er produzierte riesige, sehr silbrige und fast blattlose Tops mit besonders kleinen, filigranen Blütenkelchen und roch auch so ähnlich wie eine Haze, was den Schluss nahe legt, dass Haze eine Komponente von Jorge's Diamonds #1 ist. Doc stellte fest, dass man bei dieser Sorte eine Zweiphasen-Ernte praktizieren kann. Die Top-Colas und Top Buds der Seitentriebe erntete er ungefähr nach der achten Blütewoche, der Rest reifte noch nach und wurde ein bis zwei Wochen später geerntet. Der Ertrag lag im Durchschnitt pro Pflanze bei 80-100 Gramm, das schwerste Exemplar warf 110 g in die Waagschale. Dazu gab's noch sehr viel harziges Blattmaterial für den IceO-Lator. Duft und Geschmack der Jorge's Diamonds #1-Pflanzen erwiesen sich tatsächlich als süß-herb, was man mit etwas Fantasie auch als Wildhonig-Note einstufen konnte. Einige der Pflanzen wiesen zudem eine fruchtige Note auf. Auch das High deckte sich mit der Sortenbeschreibung, es lieferte einen lang anhaltenden, stark kickenden Sativa Effekt, machte aufgrund des Indica Einflusses gleichzeitig aber auch etwas stoned. Der Haze Phäno hatte indessen auch eine Haze Wirkung, und das Gleiche galt entsprechend für den Indica Phäno. Eine der zehn Pflanzen hatte nach sechs Blütewochen einige wenige männliche Blüten gebildet, die der Doc aber aufmerksam entfernte, es kamen keine neuen mehr nach. Zwei andere Pflanzen schoben gegen Ende der Blüte einige ungefährliche „Bananen" raus, die unfruchtbar waren und keinen Pollen freisetzten. Fazit: Der gute Name von Jorge Cervantes ist gerettet, mehr als das -- die Ergebnisse sorgten beim Doc für große Zufriedenheit, er konnte fast ein Kilo fein geschliffener grüner Diamanten in seine Schatzkammer legen. Kaufberechtigte Personen (außerhalb Deutschlands) zahlen für zehn feminisierte Jorge's Diamonds #1 Hanfsamen 90,- Euro, fünf Stück kosten 50,- Euro.

 

Jorge's Diamonsa #1

Genetik Mostly Indica

Wachstumsphase hier: 4 Wochen

Blütephase hier: 8-10 Wochen, allg. 8-9 Wochen

Medium Plagron Standard Mix, 6,5-Liter-Töpfe

pH 6-6,5

EC Wachstum: 1,2-1,6 mS

Blüte: 1,6-2,0 mS

Beleuchtung

1. Hälfte Wachstum: 2 x 125 W CFL (6400 K).

2. Hälfte Wachstum + Blüte: 2 x 600 W und 1 x 400 W Osram Planta Star

Temperatur Wachstum: 22-24°C

Blüte: 24-28°C Luftfeuchtigkeit

Wachstum: 40-60%

Blüte: 50%

Bewässerung von Hand

Dünger HeSi Blühkomplex,

ab der 4. Woche HeSi Phosphor Plus Zusatzmittel Nitrozyme und HeSi Boost Complex

Höhe 160-180 cm, zwei Pflanzen deutlich kleiner

Ertrag im Durchschnitt 90 g

 

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