Haschisch Herstellungsmethoden und Sorten Teil 2

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In der letzten Ausgabe haben wir mit einer Reihe zum Thema Haschisch begonnen, die wir nun fortsetzen. Wie angekündigt, be­schäftigen wir uns diesmal mit den traditio­nellen Herstellungsmethoden und den dabei entstehenden Sorten. Haschisch wird schon seit Urzeiten vom Menschen als Rauschmit­tel und Medikament verwendet. Über die Entstehung der ersten Haschischsorten ist aber nur noch wenig bekannt. Funde in Jahr­tausende alten Gräbern belegen, dass schon frühe Kulturen die Wirkungen des Haschisch zu nutzen wussten.

Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass das erste Haschisch aus der Himalaja-Region kommt. Vermutlich waren es Sammler, die es eigentlich auf die nahrhaften Hanfsamenhaschisch02 ab­gesehen hatten, denen das klebrige Harz an ihren Fingern interessant vorkam und es pro­bierten. In den alten Cannabis-Kulturen wie Nepal oder Nordindien wird noch heute das Harz mit den Händen von den Blütenständen der weiblichen Hanfpflanzen gerieben. Diese Methode gilt deshalb als die älteste Art der Haschisch-Herstellung. Für sie ist kein be­sonderes Werkzeug oder eine längere Vorbe­reitungvonnöten. Das Einzige was gebraucht wird, sind frische, blühende Cannabispflan­zen. Jedoch ein Kriterium muss noch erfüllt sein, auf das der Mensch nur bedingt Einfluss hat: Die Luftfeuchtigkeit muss relativ hoch sein. Denn nur dann sind die Harzkri­stalle klebrig genug, um beim Abreiben an den Händen haften zu bleiben.

Das Reiben selber hört sich einfacher an als es ist. Es darf nicht zu fest gedrückt werden, sonst bleiben zu viele andere, unerwünschte Pflanzenteile kleben, die zu einer Verunreini­gung und Qualitätsreduzierung führen wür­den. Wird zu sacht gerieben, bleiben nur sehr wenige Harzkristalle kleben und der ganze Aufwand lohnt sich kaum. Schon für erfah­rene Haschisch-Reiber ist es sehr schwer, mehr als 25 Gramm an einem Tag zu sam­meln. Der durchschnittliche Sammler sollte bereits mit io Gramm zufrieden sein. Nicht nur die Menge, auch die Qualität hängt stark von den persönlichen Fähigkeiten ab. Die­se arbeitsintensive Methode ist zwar ohne großen Aufwand zu betreiben, braucht aber viel Ausdauer und Geduld. Beim Abreiben können nur die äußeren Harzkristalle er­reicht werden. Harztropfen, die sich auf innen liegenden Blütenblättern befinden, bleiben unberührt. Es fallen viele reife Harztropfen durch die mechanische Beanspruchung ein­fach ab und gehen verloren. Es sind also re­lativ viele reife Blütenstände notwendig, um einen halbwegs ergiebigen Ertrag erzielen zu können.

Kein Wunder, dass es handgeriebene Ha­schisch-Sorten nur selten auf den kommer­ziellen Markt schaffen. Sorten wie echte »Temple Balls« kennt man eigentlich nur aus Erzählungen von Nepal-Reisenden. Nur sporadisch nutzen Einheimische diese Me­thode, um sich so relativ einfach etwas Geld durch den Verkauf von Handgeriebenem an Touristen zu verdienen. Die meisten Bauern, die sich diese Mühe machen, stellen das Ha­schisch nur für den Eigenbedarf her. In In­dien zum Beispiel sind es oft die Sadhus, die im späten Sommer nach Nordindien in die Berge wandern, um dort für einige Wo­chen zu bleiben und ihren Bedarf selbst her­zustellen. Derartiges Haschisch wird oft als »Charas« bezeichnet. Die Qualität kann stark variieren, besonders wenn es zu feucht her­gestellt wurde. Dann besteht die Gefahr der Schimmelbildung, die das Haschisch unge­nießbar machen kann.

haschisch06Die wesentlich gängigere Methode zur Her­stellung von Haschisch ist das Sieben. Ge­siebtes Haschisch wird in Europa immer noch in erster Linie mit Marokko in Verbindung gebracht, dabei wird diese Technik dort erst seit Ende der sechziger Jahre intensiv prak­tiziert.

Über die genauen Ursprünge des gesiebten Haschischs herrscht Unklarheit. Sowohl im Libanon als auch in Afghanistan lassen sich Bauern finden, die diese Erfindung ihren Vor­fahren zuschreiben und auf eine lange Tradi­tion verweisen.

Eigentlich alle Haschischsorten, die sich in Europa auf dem Schwarzmarkt oder in den niederländischen Coffeeshops finden lassen, wurden durch Siebung hergestellt.

Auch wenn es gewisse Unterschiede gibt, ist die grundsätzliche Vorgehensweise überall auf der Welt weitgehend gleich. Reife Canna­bispflanzen werden geerntet und ausgiebig getrocknet. Erst dann werden sie über einem feinen Tuch oder Sieb ausgeschlagen oder ausgerieben.

Das Ziel ist auch hier, die Harze vom rest­lichen Pflanzenmaterial zu trennen, um so eine möglichst hohe Konzentration an Wirk­stoffen zu erhalten. Die Harze enthalten aber nicht nur die für Cannabis typischen und in der Natur einmaligen Wirkstoffe, die Canna­binoide, sondern auch viele der

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