Richtig Ernten – aber Wie?

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(WaterHash-Ver­fahren) einfache und effektive Geräte dafür zur Verfügung stellt.

Aufbewahrung und Lagerung der geernteten Blüten

Nach der Ernte kommt die Zeit, in der es darum geht, das Resultat einer mehrwöchigen Arbeit zu bewahren. Es besteht immer die Gefahr, dass Schimmelbefall, Insekten oder andere Einflüsse die schon sicher geglaubte Ernte vernichten. Er muss anfangs nicht mal auffallen, doch auch im gekühlten Zustand kann ein anfänglich kleiner Schimmelherd weiter wachsen und mit genug Zeit alles be­fallen.

Auch Einflüsse wie Hitze, Licht und Feuchtig­keit können die Blüten direkt schädigen und die Qualität senken. Oder sie begünstigen die Entstehung von Schimmel und anderen Pil­zen.

Das Trocknen der Blüten im Ofen, in der Mi­krowelle oder direktem Sonnenlicht sind ab­solute Tabus.

Die beste Umgebung für das frisch geerntete Material ist ein abgedunkelter Raum mit guter Belüftung und genug Platz, so dass sich die Blüten nicht berühren, und einer Luftfeuchtig­keit von 45 bis 55 Prozent bei einer Tempera­tur von 21 bis 24°C.

Bei dem Umgang mit den empfindlichen Blü­ten sollte Vorsicht walten. Ich stelle bei mei­nen Besuchen immer wieder fest, dass einige Grower sich super viel Mühe bei der Aufzucht und Pflege ihrer Pflanzen geben — bis zu dem Moment der Ernte, dann gehen sie mit ihnen um, als seien es Strohballen. Dabei sorgt ein derart grober Umgang nur dafür, dass die wertvollen Harzkristalle abfallen und die ätherischen Öle verfliegen. Übrig bleibt ein minderwertiges Produkt, das schlecht schme­ckt und wenig Wirkung zeigt.

Ich gebe meiner Ernte so viel Zeit für das Trock­nen, wie dafür erforderlich ist. Es braucht et­was Geduld, bis sich die Feuchtigkeit auf die 10 bis 13 Prozent in den Blüten gesenkt hat, die für eine erfolgreiche Lagerung höchstens noch vorhanden sein dürfen. In der Regel kann die Trocknung 7 bis 25 Tage dauern, erst dann sind die Blüten fertig für die Lagerung oder den Konsum.

Es gibt ein paar einfache Tests, die mir hel­fen, den richtigen Trocknungsgrad auch ohne Messgerät zu ermitteln. Der wohl gängigste ist der „Knack-Test“. Dazu wird einfach ein Blütenstängel um 90 Grad gebogen. Lässt er sich biegen ohne zu brechen, ist noch zu viel Feuchtigkeit enthalten. Erst wenn er mit einem Knacken bricht, ist er richtig trocken.

In der Regel dauert es bei mir etwa zwei Wo­chen, bis die Blüten ihren optimalen Trock­nungsgrad erreicht haben.

Einige meiner Bekannten verlängern den Trocknungsprozess, indem sie die Luftfeuch­tigkeit erhöhen, dann wieder senken und an­schließend wieder erhöhen. So verändern sie auch jedes Mal die Feuchtigkeit in den Blüten. Ein ähnliches Prinzip wird bei der Veredlung von Zigarren und Tabak angewendet. In der Theorie sorgen die abwechselnde Trockenheit und Feuchtigkeit dafür, dass das Chlorophyll und andere Bitterstoffe abgebaut werden. Da­durch sollen die erwünschten Aromen besser zur Geltung kommen. Ich selbst habe noch keine Erfahrungen mit derartigen Methoden gesammelt, deshalb möchte ich an dieser Stelle darauf nicht weiter eingehen.

Wie auch immer mit den geernteten Blüten verfahren werden soll, die richtige Handha­bung bleibt bis zum Schluss entscheidend. Temperaturen über 25°C sind schädlich, gleiches gilt für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Unter derartigen Bedingungen würden sich Schimmelpilze und andere Schädlinge rasant vermehren können. Und gerade ein Befall mit Schimmel darf nicht unterschätzt werden. Er stellt eine Gefahr für die Ernte und die eigene Gesundheit dar. Toxine pathogener Organis­men können im getrockneten Gras verbleiben, und selbst extreme Kälte oder Verbrennungs­hitze überstehen. Sie können den mensch­lichen Körper auf vielfältige Weise schä­digen, besonders wenn es sich um bereits geschwächte Menschen handelt, wie im Falle meiner Bekannten, die ihr Cannabis gegen die unterschiedlichsten Krankheiten einsetzen.

Es gibt eine Reihe von gefährlichen Krank­heitserregern, die unter Umständen die be­reits geernteten Blüten befallen können. Dazu gehören unter anderem Salmonellen, Streptokokken, Bazillen und diverse Pilz- und Schimmelarten. Deshalb halte ich es für sehr wichtig, immer wieder die trocknenden Blüten mit einer sterilen Lupe genau zu untersuchen. Dabei achte ich auf kleinste Veränderungen, flaumige oder schwarze Wölkchen von Pilz­sporen, oder eine bereits kränklich erschei­nende, weiche Masse, wie sie durch Schimmel verursacht wird.

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