Richtig Ernten – aber Wie?

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Unser Autor Steve Davis beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Anbau von Cannabis als Me­dizin. Er gilt bei vielen Growern in seiner Umgebung als echter Experte, was dieses Thema an­geht. Kein Wunder, dass er immer wieder mit Fragen überhäuft wird. Dabei steht ein Thema of­fensichtlich besonders im Mittelpunkt des Interesses: die richtige Vorgehensweise beim Ernten. in der Tat ist dies ein Thema, über das es viel zu sagen gibt, denn dies ist der entscheidende Moment, bei dem es noch mal um den Erfolg oder Misserfolg von mehreren Wochen Arbeit geht. Steve hat einige Strategien entwickelt, um den Erfolg seiner Bemühungen sicherzustellen. Dazu gehört die Bestimmung des besten Erntezeitpunkts, die richtige Erntemethode, das Maniküren und Trock­nen der Blüten und schließlich die optimale Aufbewahrung, um die Ernte möglichst lange lagern zu können. In diesem Artikel verrät euch Steve seine besten Tricks …

Früher — lange vor der Erfindung von Elektrizi­tät, hydroponischen Nährstoffen und ganzjäh­rigem Indooranbau — war der Mensch darauf angewiesen, durch das Beobachten von Mut­ter Natur und mit Hilfe der überlieferten Erfah­rungswerte den optimalen Zeitpunkt für das Ernten von Pflanzen und Bäumen zu bestim­men. Zu der Zeit gab es keine andere Möglich­keit, als dem Zeitplan von Mutter Natur zu fol­gen. Heute sieht die Sache schon ganz anders aus. Mittlerweile ist es möglich, unabhängig vom Sonnenlicht und anderen natürlichen Bedingungen, das ganze Jahr über Pflanzen in säumen anzubauen, in denen von der Lichtmenge über die Nährstoffe, den CO2-Gehalt der Luft bis hin zum Klima und dem Lichtzy­klus alles beeinflusst werden kann, was für ein gutes Pflanzenwachstum von Bedeutung ist. Und natürlich soll letztendlich die Ernte den Höhepunkt und die Krönung dieser inten­siven Arbeit darstellen — und sie nicht zunich­te machen.

Richtig Ernten01Es besteht ein großer Unterschied zwischen der Ernte von Freiland- und Indoorpflanzen. In diesem Artikel möchte ich mich auf die Ern­te von Indoorgärten konzentrieren. In meiner Heimat gibt es viele Menschen, die Marijuana als Medizin anbauen dürfen. Und die meisten von ihnen haben dazu Indoorgärten angelegt. Bei der Ernte von Freilandpflanzen gel­ten andere Regeln als im Indoorbereich. Im Freiland lässt sich das Klima nicht kontrollie­ren, so dass es eine Reihe von Faktoren gibt, die unter Umständen zu einer Ernte zwingen, auch wenn die Pflanze eigentlich noch nicht ausgeblüht hat. Doch dazu werde ich euch in einer der kommenden grow!-Ausgaben mehr berichten.

Doch nun wollen wir uns mit dem optimalen Erntezeitpunkt beschäftigen, denn er ist ent­scheidend dafür, wie groß und wirkstoffreich die Erntemenge schließlich wird.

Überwachen der Blütephase und Bestimmung des Erntezeitpunkts

Die Blüten der Cannabispflanze werden nach einer mehrwöchigen Blütephase geerntet — doch wann genau der richtige Zeitpunkt gekommen ist, hängt von einer Reihe von Faktoren ab; viele davon lassen sich gut kon­trollieren.

Richtig Ernten02In einem Indoorgarten bestimmt der Grower selbst, wann er die Blütephase einleitet — so­fern er keine „autoflowering“ Sorten anbaut. Die Blüte wird eingeleitet, indem die Licht­dauer von 18 Stunden auf 12 Stunden pro Tag gesenkt wird. Dadurch erhalten die Pflanzen ihren Blüteimpuls, und ihr Stoffwechsel stellt sich von Wachstumsphase auf Blütephase um.

Bereits in dieser frühen Phase ist eine aus­gewogene Nährstoffgabe wichtig. Erhält die Pflanze genug von den benötigten Nähr­stoffen, wird sie innerhalb weniger Tage das Stadium der Vor-Blüte erreichen. In diesem Stadium bildet die weibliche Cannabispflan­ze ihre kleinen Vorblüten aus, die sich in den nächsten Wochen zu schönen Blüten entwi­ckeln sollten. Dabei durchlaufen sie weitere Unterphasen: auf die Vor-Blüte folgt die Früh-Blüte und schließlich die Voll-Blüte. Ist sie ab­geschlossen, sollte geerntet werden.

Die Voll-Blüte dauert je nach Sorte von der zweiten Woche bis zur vierten, fünften oder auch sechsten Woche der Blütephase. Wäh­rend der Voll-Blüte werden von der Pflanze die meisten Aromen, Wirkstoffe und Blüten­material gebildet. In dieser Phase legt sie maßgeblich an Qualität zu. Deshalb versu­chen erfahrene Grower, ihre Pflanzen früher in die Voll-Blüte zu bringen und sie länger in dieser Phase zu halten. Das kann zu größeren und potenteren Blüten führen, ohne die Ge­samt-Blühzeit zu verlängern.

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