Der Haschschmuggler – Teil 2

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Johan (44), ein ehemaliger Hasch schmugg­ler, kommt aus Südholland. Über viele Jahre lang beförderte er Haschlieferungen von Marokko nach Holland, Deutschland und Skandinavien. Interessanterweise lebte er diese ganze Zeit in Marokko und war nicht nur verantwortlich für den Transport, son­dern auch für den Anbau von Marihuana und die Herstellung von Hasch. Alles befand sich in Johans Händen, vom Anbau auf den Feldern bis zur Belieferung der Kunden. Als er jedoch das erste Mal nach Holland zurückkehrte, wurde er sofort ver­haftet. Seine Ex-Frau hatte ihn verraten und mit der Polizei zusammengearbeitet, um für sich eine Aufenthaltsbewilligung zu bekommen. Johan landete im Gefängnis und sein Eigentum wurde vom Justizministerium beschlagnahmt. Heute führt er ein ruhiges Leben und kann sei­nem liebsten Zeitvertreib nachgehen: die Hanfpflanze zu kultivieren. Alles über Johans absonderliche Art und Weise, das Schmuggelgeschäft von Marokko aus zu betreiben, wird in dieser Ausgabe von Soft Secrets zu Tage gebracht.

SSDE: Möchtest du uns etwas über deine Anbauaktivitäten in MarokkoDer Haschschmuggler erzählen?

Ja, im Februar fängt es an mit der Aussaat, genau wenn die regnerische Jahreszeit beginnt, und im Juni/Juli wird geerntet. Die männlichen Pflanzen werden abge­trennt, einige wenige ausgenommen, die für die Samenproduktion behalten werden. Aber es sind so viele Pflanzen gesät, dass sie auf der verfügbaren Flächekaum überleben. Es regnet nicht bestän­dig genug, um die Pflanzen einfach nur wachsen zu lassen. Die Marokkaner wer­fen die Samen auf die Erde und sehen, was dann passiert. Sie sind sehr faul. Extrem faul! Das einzige, was sie taten, war, mit Unmengen von Kunstdünger um sich zu schmeißen. Das muss natürlich Auswirkungen auf den Boden haben und die Qualität der Pflanzen nahm ab. Und du brauchst mindestens 100 Kilo getrock­neter Pflanzen, um 300-800 Gramm Hasch unterschiedlicher Qualität zu gewinnen. Wenn du eine Top-Qualität produzierst, sind die Reste schlechter. Du brauchst bei­spielsweise 100 Kilo getrocknete Pflanzen, um 300 bis 400 Gramm Sputnik zu erzeu­gen. Oder etwa 800 Gramm Zero Zero. Wenn du zuerst Sputnik produzierst, dann bleibt nichts übrig, um damit Zero Zero zu machen. Und wenn du zuerst Zero Zero produzierst, dann ist die Qualität von dem, was übrig bleibt, in der Tat sehr durchschnittlich. Das kann die Dinge für den Anbauer erschweren.

Strebtest du nach Quantität oder Qualität?

Das hängt von vielen Faktoren ab und damals war ich nicht so sehr damit beschäftigt, Verbesserungen durchzufüh­ren. Was ich tat, war, den Pflanzen mehr Raum zu geben, damit sie sich besser entwickeln können. Aber in Wirklichkeit machte es keinen großen Unterschied. Die Bauern hatten in diesem Punkt recht. Ein System, das die Pflanzen mit ausrei­chend Wasser versorgt, wäre eine bessere Lösung. Aber das war in den Bergen nicht möglich. Es hätte bedeutet, in ein System zu investieren, eigentlich nicht in viel mehr als in eine Pumpe und eine Rohrleitung, und jemanden finden, der kleine Kanäle aushebt, es würde fast nichts kosten. Dann hätte man ausgesorgt für den Rest des Lebens! Aber es kostet etwas, deshalb wollen sie es nicht tun. Du kannst sie nicht dazu bringen, Geld zu investieren, vergiss es!

Hattest du jemals Ärger mit den Behörden?

Nein, nie, wir waren vollständig abge­schirmt. Nach diesem ersten Jahr wurde ich ein enger Freund des Gouverneurs, auch des örtlichen Polizeioffiziers. Ich gab in jenen Tagen für Bestechungsgelder ein Vermögen aus, wenn du wüsstest! Manchmal fuhren wir im Mercedes des Gouverneurs – mit Polizeieskorte vorne und hinten und 800 Kilo im Kofferraum – und transportierten auf diese Weise den Stoff die 800 Kilometer zu unserem Boot. Und wir konnten direkt zum Boot hin­fahren. Der Gouverneur bekam immer seinen Willen.

Warum bist du nach Holland zurück­gekehrt?

Ich habe es bereits gesagt, ich konnte es einfach nicht mehr länger aushalten. Solche Bedingungen kannst du nicht durchstehen. Völlig ausgeschlossen. Die meiste Zeit des Jahres kannst du nicht ‚mal dein Wohnhaus mit dem Auto errei­chen. Man muss mit dem Pferd oder Esel dahin gelangen. Nach einer Weile hast du genug davon. Es gab auch keinerlei Kommunikation mit den Einheimischen. Ich spreche ein wenig Arabisch, aber nicht ausreichend. Es kam mir manchmal vor, als kämen die Leute von einem ande­ren Planeten. Wie auch immer, nach fünf Jahren beginnst du dich in dich selbst zu verkriechen, und das ist nicht gut. Bis dahin wusste ich auch alles, was ich wissen wollte. Und wegen des Geldes musste ich auch nicht bleiben. Ich hatte ‚ne Menge davon! Nun, deshalb

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