Fallstudie Mediweed - Diagnose: ADHS, Arthritis, Magengeschwüre, Zwerchfellriss, Lungentumor, Neigung zu Drogenabhängigkeit | Hanfclub

Fallstudie Mediweed - Diagnose: ADHS, Arthritis, Magengeschwüre, Zwerchfellriss, Lungentumor, Neigung zu Drogenabhängigkeit

Jul 17

Jacqueline van ,t Ende North ist 48 Jahre alt und lebt in Scheveningen in den Niederlan­den. Sie hat ihre Neigung zum Drogenmiss­brauch wohl von ihren Eltern geerbt, die beide frühzeitig unter Alkoholabhängigkeit litten. Jacqueline fing schon mit 12 Jahren an, regel­mäßig Alkohol zu konsumieren. Mit 14 Jahren rauchte sie ihren ersten Joint und mit 15 Jah­ren kam sie dann mit chinesischem Heroin in Berührung und wurde innerhalb kurzer Zeit davon abhängig.

hr Vater war Lehrer und ihre Mutter stammte aus einer angesehenen Familie. Sie tranken den Alkohol heimlich aus Tee-Tassen und hatten jeweils immer eine Flasche Schnaps hinter der Waschmaschine und eine in der Kü­che versteckt. So war der Alkoholkonsum in der Familie völlig normal und es fiel gar nicht auf, dass auch Jaqueline schon trank. Selbst die Großeltern tranken regelmäßig! Der Vater nahm täglich Brandy in derThermoskanne mit zur Arbeit, hatte jedoch kein Problem mit ei­ner Alkoholabhängigkeit, wie er immer wieder selber behauptete.

Jacqueline war von ihrem 15. bis zum 33. Le­bensjahr süchtig nach Heroin, Kokain, Pillen und natürlich auch nach Alkohol. Voll auf Ro­hypnol (starkes Beruhigungsmittel, das oft von Heroin-Usern überdosiert wird) verübte sie einen Raubüberfall mit einer Spielzeugpis­tole und wurde dabei gefasst und verschwand 5 Jahre lang hinter Gittern. Dann begann sie zu studieren und wurde sogar Gruppenbeste.

2004 erkannte sie, dass sie unter einer pro­gressiven rheumatoiden Arthritis litt und da sie weiterhin voll in ihrem neuen Job funkti­onieren wollte, nahm sie Tabletten gegen die Schmerzen ein. Davon bekam sie leider 2007 zwei Fallstudie Mediweed2 Magengeschwüre, hatte zudem einen Zwerchfellriss und obendrein wurde ein Golfball großer Tumor in ihrer Lunge entdeckt. Glücklicherweise stellte sich dieser nach einer Punktierung als gutartig heraus. Ein Stück­chen der Lunge wurde entfernt und es wurde CURS (chronisches unspezifisches respirato­risches Syndrom) diagnostiziert. Auf das Rau­chen, egal ob von Tabak und/oder Cannabis sollte dabei besser verzichtet werden. Jacque­line möchte sich deshalb demnächst gerne ei­nen Vaporizer kaufen. Jahrelang hatte sie ihr Cannabis im Coffee Shop gekauft, zusammen mit Tabak in Joints konsumiert und bekam da­von heftigen Husten.

2009 stoppte Jacqueline ihren Alkoholkon­sum, jetzt will sie auch aufhören, Tabak zu rauchen. Im Moment raucht sie noch etwa 15 Zigaretten am Tag (um Geld zu sparen dreht sie ihre Kippen selber), doch nun hat sie bei ihrer Krankenkasse angefragt, um Nikotin­pflaster zur Tabakentwöhnung bezahlt zu be­kommen, um endlich die legale und gesund­heitsschädliche Sucht zu stoppen. Ihr 5-fach verdünntes Marijuana-Öl ist seit einigen Ta­gen zubereitet. Ich gebe ihr einen Tropfen un­verdünntes Marijuana-Öl. Es wirkt fast augen­blicklich, sie fühlt sich warm und entspannt, nach 5 Minuten ist der Schmerz, den sie ständig an ihren Fußknöcheln spürt, verschwun­den. Das ist zwar auch der Fall, wenn sie das verdünnte Marijuana-Öl einnimmt, nur dauert es dann etwas länger.

Jacqueline zeigt mir ihre Arzneimittel, die sie täglich einnimmt. Keines dieser Mittel ist gut für ihre Magengeschwüre geeignet. Sie be­richtet: „Paxil, zweimal 40 mg. Diese Dosis ist sehr hoch, aber die Ärzte meinten, dass ich nach 40 Jahren Konsum resistent geworden wäre. ,Sie haben sich daran gewöhnt', sagt mein Doktor. Gegen meine Depressionen be­komme ich Paroxetine zweimal täglich, zwei­mal täglich dann noch Nexium für den Magen, Celebrex, auch zwei Tabletten am Tag und schließlich noch zwei Pillen gegen Schmer­zen. Des weiteren bekomme ich alle paar Mo­nate eine Injektion in meine Hand und irgend­was anderes mit Lidocain, zudem ein Hormon, dessen Name mir nicht einfallen will, auf mei­nen Fußknöchel.

Cannabis ist das einzige il­legale »Suchtmittel«, das ich noch zu mir nehme, aber es wirkt positiv auf mich. Ohne Cannabis wäre mein Leben sehr eintönig, es hilft mir meine Schmerzen leichter zu ertra­gen und schafft es, dass ich mich zeitweise gut fühle. Auch hilft mir Cannabis gegen mein ADHS, es beruhigt mich. Das einzige Problem dabei ist, das ich nur wenig Geld habe und das meiste davon gebe ich für Marijuana aus. Ich habe mir jahrelang als Krankenpflegerin den A... aufgerissen, um mental und physisch ge­störten Patienten das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Wegen des krassen Personalabbaus war ich dabei auf mich allein gestellt, ich hatte acht Personen, um die ich mich kümmern musste. Füttern, waschen und fertig anziehen, mit Medikamenten versorgen und spätestens bis 9 Uhr morgens fertig wer­den. Um sie ruhigzustellen, werden solche Patienten mit Drogen vollgepumpt, wie u. a. Oxazepam, Orap, Dipiperon. Dann verhalten sie sich wie schlappe Pflanzen und vegetie­ren nur noch vor sich hin. Ich musste sie oft herumtragen und das gab meiner Gesundheit den Rest."

„Damals verdiente ich 1750,- Euro netto pro Monat, bis ich schließlich die Kündigung er­hielt", erzählt Jacqueline weiter. „Die Sozi­alversicherung bescheinigte mir daraufhin mehr als 5o % Berufsunfähigkeit. So wurde mein Einkommen von heute auf morgen auf 75o,- Euro Rente herabgestuft. Für mich be­deutete dies reine Armut. Ich hatte gerade mal 220,- Euro nach Abzug von Miete, Ne­benkosten und Strom zum Leben übrig. Ich saß in einem Coffee Shop und las einen Ar­tikel von dir über einen Jungen, der an Mi­gräne litt und durch Marijuana-Öl deutliche Besserung erfuhr. Deshalb wandte ich mich an dich und bekam eine Gratisprobe Marijuana-Öl.

Das Öl wirkte hervorragend, zum er­sten Mal in meinem Leben war ich total ent­spannt. Ich hatte keine Probleme mehr mit meinem ADHS, fühlte mich ausgeglichen und selbst die Schmerzen in meinem Fuß waren kaum noch zu Fallstudie Mediweed1 spüren. Meinem Magen geht es ebenfalls so gut wie schon lange nicht mehr. Jetzt gebe ich nicht mehr so viel Geld für Gras aus. Früher habe ich zweimal pro Woche ein Tütchen Gras für je 20,- Euro gekauft. Dann blieben mir nur 15,- Euro für Lebensmittel, meist nur Brot. Heutzutage gehe ich stattdes­sen auf den Markt und kaufe mir frisches Gemüse. Auch dadurch fühle ich mich wesent­lich besser. Von dem Marijuana-Öl nehme ich alle drei Stunden drei Tropfen, das hat sich für mich als optimal herausgestellt — psychisch wie physisch. Ich habe weder Schmerzen in meinen Füßen noch im Magen. Ich fühle mich wie neugeboren. Meine Betreuer stimmen dem ebenfalls zu und unterstützen mich da­rin, Marijuana-Öl einzunehmen. Ich versuche jetzt mein Einkommen aufzustocken, damit ich das Öl auch bezahlen kann. Im Moment erhalte ich es noch gratis, das ist mir jedoch etwas unangenehm, ich möchte gerne etwas dafür bezahlen. Demnächst bin ich auch in der Lage, meine ersten eigenen Cannabispflanzen zu ernten und dann kann ich endlich mein ei­genes Marijuana-Öl herstellen", sagt sie stolz und lächelt dabei glücklich.

Wir gehen in ihren Garten, um uns die Can­nabispflanzen näher anzuschauen. Jacqueline berichtet: „Als die Cannabispflanzen anfingen zu blühen, stellte ich die Pflanzen jede Nacht in meine Wohnung, um sie vor den Jugendlichen in der Nachbarschaft zu schützen." Ihre Pflanzen sehen noch etwas klein aus, deshalb schlage ich ihr vor, etwas Seetang am Strand zu suchen, den zu reinigen und daraus zusam­men mit ein paar Fischresten vom Markt und einigen Brennnesseln aus dem Park einen Sud herzustellen. Dazu alle Zutaten einfach in eine Tonne werfen und mit Wasser auffüllen. Nach ein paar Tagen etwas von diesem Gebräu in eine Gießkanne geben, mit Wasser verdünnen und damit die Pflanzen gießen. (Fertigen Blü­tedünger gibt es kostengünstig, gebrauchs­fertig und weniger geruchsintensiv in jedem Growshop zu kaufen ;-)), Anm. d. red.)

Das lässt die Pflanzen wachsen wie Unkraut! Außerdem rate ich ihr in Zukunft, Marijuana-Tee zu trinken. Einige Gramm Marijuana-Kraut reichen aus, um mehrere Tassen am Tag, für 10-14 Tage, herzustellen. Der Tee entspan­nt, beruhigt den Magen und wenn man et­was mehr davon trinkt, wird man sogar etwas »high« davon. So brauchst du kein Cannabis mehr zu rauchen und zudem ist diese Kon­sumform wesentlich billiger. Ich schicke ihr einen Beutel Marijuana-Blätter sowie kleine Blüten, sozusagen »Schneidereste«.

Einige Wochen später erhalte ich eine E-Mail von Jacqueline. Darin schreibt sie, dass sie seit einer Woche keine schmerzstillenden Me­dikamente mehr zu sich genommen hat, da sie diese nicht mehr benötigen würde. Sie re­duziert zudem ihre Einnahmedosis von Paxil und ist nun von 40 mg auf 30 mg. Den Tee ver­trägt sie ebenfalls sehr gut und verspürt nun keinen Drang mehr, Marijuana zu rauchen. jetzt möchte sie es nur noch schaffen, endlich keinen Tabak mehr zu rauchen und hofft, dass die Jungs aus der Nachbarschaft ihre Pflanzen in Ruhe lassen. Dazu schreibt sie: „Da war ein Junge in der Umgebung, der Durchlauferhit­zer aus Neubauten stahl, um dafür etwas Geld und Gras zu bekommen. Ich gab ihm ein paar Cannabispflanzen, so hat er jetzt etwas wo­rum er sich kümmern kann .., und lässt so hof­fentlich meine in Ruhe."

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