Hanfboom in Prag | Hanfclub

Hanfboom in Prag

Jul 16

Vorab: Der Besitz von illegalisierten Drogen ist auch in Tschechien weiterhin strafbar und wird bei geringen Mengen, ähnlich wie in Deutschland, mit einer Geldbusse belegt. Der einzige Unterschied besteht darin, dass es sich bei Mengen für den eigenen Bedarf um keine Straftat mehr handelt, sondern lediglich eine Ordnungswidrig­keit darstellt, die jedoch mit bis zu 570 Euro geahndet werden kann. So steht zumindest es im Gesetz.

Zum Anbau von Hanf steht da ferner:

"Der blosse Anbau von Hanf, der als Betäubungsmittel gilt, kann nicht als Herstellung eines psychotropen oder Betäubungsmittels angese­hen werden. Um eine Herstellung würde es sich nur dann handeln, wenn die geerntete Hanfpflanze in einem Prozess unbefugt verarbei­tet würde, der zur Herstellung eines verbrauchsfähigen Stoffes (Marihuana) oder zur Gewinnung von THC (Tetrahydrocannabinol) führt. Eine Handlung des Täters, die auf die Durchführung der Hers­tellung hinzielt, kann als Straftatversuch oder -vorbereitung angesehen werden."

Hmm, selbst für Experten wie mich ist das schwer zu verstehen, denn fünf Pflanzen sind mehr als fünf Gramm und haben auch mehr als ein Gramm THC-Gesamtgehalt, eigentlich. Und dann noch der Absatz mit der Verarbeitung ...

Papier ist geduldig und um zu erfahren, wie es wirklich aussieht, soll­te man sich selbst ein Bild machen. Also habe ich die Gelegenheit genutzt und meinen Aufenthalt auf der Cannabizz (17.9-19.9. 2010) ein wenig verlängert und mir die Hauptstadt Tschechiens mit Blick auf die dortige Hanfkultur ein wenig intensiver angeschaut.

Am Bahnsteig werde ich von Vaclav, einem Mitarbeiter vom grows­hop.cz, schon erwartet und standesgemäss in einem 20 Jahre alten Benz abgeholt. Nachdem das Auto sicher vor dem Hotel in der Inn­enstadt geparkt ist, kramt Vaclav eine schöne, fette Blüte „Nebula" aus der Tasche und fängt an zu bauen. Offen und unverkrampft, zum Rauchen bleiben wir einfach auf dem Gehsteig stehen. Auf meine Frage hin, was passieren würde, wenn jetzt ein Cop vorbeikäme, lachen meinen beiden Begleiter: „Nichts."

Später erfahre ich, dass die Polizei nur dann etwas gegen Konsu­menten unternimmt, wenn sie zu provozierend auftreten. So wie dann später angeblich auf der Messe.

Aber ausser auf Hanfmessen kann man in Prag zu jeder Tages-und Nachtzeit unbehelligt mit einer Tüte in der Hand spazieren gehen. Das tun wir dann auch und be­wegen uns in Richtung Innenstadt; um auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit der Metropole mitzunehmen. Leider ist das grosse Reiterdenkmal des Nationalhelden Jan Zizka auf dem Veitsberg gerade verhüllt, aber was soll's: Von hier aus bietet sich die beste Aussicht auf die Prager Altstadt mit Schloss, Karlsbrücke, Wentzels­platz und all den anderen Sehenswürdigkeiten, mit denen Prag ja reichlich aufwarten kann.

Die Innenstadt kommt morgen dran, heute ist gerade noch Zeit zum Essen. Das ist gut (bürgerlich) und mit Getränk zahlen wir acht Euro, wirklich günstig. Und auch im Restaurant ist das Bauen einer Tüte, die wir für den Weg ins Prager Kneipenleben drehen, kein Problem - wir sind nicht die Einzigen. Auf die Idee, die Tüte dann auch dort anzuzünden, sollte man aber besser nicht kommen. Eine der unges­chriebenen Regeln tschechischer Konsumentenfreundlichkeit: "Kiffe nie im Restaurants."

Nach dem Essen geht es dann in ein Cafe im Stadtteil Zizkov. Zizkov hat den Flair vom Prenzlauer Berg der 1990er Jahre, ohne dabei auf irgendeine Weise rückständig oder rückwärts gewandt zu wirken. Eine hohe Kneipendichte und nur notdürftig sanierte Häuser ein wenig abseits der Touristenströme sowie Galerien, Cafes, alternative Projekte und eine Menge vietnamesischer Geschäfte verleihen die­sem Stadtteil den besonderen Flair. Gleich im ersten, zufällig ausge­wählten Cafe läuft feinster Drum n' Bass und am Nachbartisch wird Pilsner Urquell vom Fass getrunken sowie heftig gegrast. Es riecht wie im Coffeeshop und als Petr seine Papers auspackt, fragt ihn die Bedienung nach einem Stücken seiner Zigarette. Purkonsumenten trifft man dort noch eher selten an. Aha. Auf meine Frage hin, ob denn hier auch verkauft werde, erklärt mein kiffender Stadtführer:

„Nein. Der Konsum ist zwar in vielen Kneipen und Cafes geduldet: bekommt die Polizei aber Wind davon, dass verkauft wird, schreitet sie sofort ein. Deshalb findest du kaum Cafes, die verkaufen. Wenn doch, dann sind sie innerhalb von drei Wochen wieder zu."„Eigentlich fast wie in Berlin" denke ich. Die nächste Kneipe bietet sogar lange Papers zum Verkauf und einen Grinder zum Verleihen an. Fast alle Gäste bauen sich eine Tüte. Gemütlich gepafft wird, während alle auf irgendein Fussballspiel starren. Die Atmosphäre ist offen und locker, ähnlich wie in einen Coffeeshop. Allerdings wird hier weitaus mehr Bier zu sagenhaft niedrigen Prei­sen getrunken. Mischkonsum ist nicht so mein Ding, also halte ich mich an die lecker-eklige Ost-Cola, die es in Prag immer noch an jeder Ecke gibt. Nach dem Spiel werde ich von unseren Tischnachbarn noch heftigst zum Tüten-Tischfussball eingeladen. Natürlich bin ich voll des Lobes über die relative Freiheit tschechischer Hanfkonsumenten und so wird die Nacht noch lang, bis ich todmüde ins Hotelbett falle. Nächster Morgen Wentzelsplatz ... Bevor ich mir am Nachmittag die Cannabizz anschaue, müssen noch ein paar Sehenswürdigkeiten dran glauben. Mein Weg führt mich vom Wentzelsplatz zur Moldau und dann per Treetboot in Richtung Karlsbrücke. Die neue Perspektive bietet im Vergleich zu den Touristenmassen Abwechslung und Ruhe. Selbst hier sehe ich Angler mit Sportzigarette. Danach treffe ich mich wieder mit Vaclav und mit der Besichtigung des „Alten Platzes" und dem Letná Plateau endet meine Sightseeing Tour. Der Letná Plateau ist ein schön gelegener Park über der Alt­stadt, auf dessen Spitze ein Riesen-Metronom steht, unter dem wir nicht alleine sitzen, um die letzte Tüte zu vernichten. Hier trifft sich die Skater-Szene Prags und das Riesen-Metronom bietet die medita­tivste Aussicht auf die historische Altstadt, inklusive Biergarten. Eigentlich wollte ich schon längst arbeiten, verdammt, wo ist bloss die Messe? Der Stadtplan liegt im Hotel und ich habe nur meinen Schmierzettel mit der Adresse. Zum Glück ist die riesige Thomova Halle auch ohne grosse Ortskenntnis leicht zu finden, liegt sie doch direkt am Fusse des Veitsbergs-Parks (der mit dem Nationalmuseums mit dem ver­hüllten Nationalhelden) und ist so auch zu Fuss vom Prager Zentrum zu erreichen. Die Halle an sich bietet ausreichend Platz und hat den speziellen Flair eines umfunktionierten Industriedenkmals. Ausserdem ist die Nähe zum Stadtteil Zizkov mit all seinen Hotels und Kneipen für den potentiellen Hanf- Messebesucher ein wichtiges Argument, sich 2011 selbst ein Bild von der Prager Hanfkultur zu verschaffen. Von hier aus begebe ich mich dann zur ersten Hanfmesse in Tsche­chien ... Prag3 Die Cannabizz Die Zeit für eine Hanfmesse in Prag war überreif. Das haben die über 12.000 Besucher der Cannabizz vom 17. bis 19.September 2010 eindrucksvoll bewiesen. Nicht nur aufgrund der relativ liberalen Gesetzeslage, sondern auch weil in unseren kleinen Nachbarland das Wort Toleranz noch mehr als eine leere Blase ist, wurden die drei Tage im Zeichen der Hanfpflanze ein voller Erfolg. Schon am ersten Tag, an dem traditionell eher Austeller und Händler zugegen sind, fanden im Prager Feierabendverkehr die Zuschauer­ströme den Weg Richtung Veranstaltungsort. Bei der Thomava Halle handelt es sich nicht um eine Messehalle im übliche Sinne, der riesi­ge Gebäudekomplex erinnert an eine Industrieruine aus sozialistis­cher Zeit, in der dem Zeitgeist entsprechend auch in unregelmässigen Abständen Theateraufführungen stattfinden. Also genau das Richtige für eine Messe, die sich ein wenig abseits vom Mainstream bewegt. Einige Details wirkten aufgrund der baulichen Vorraussetzungen ein wenig improvisiert, jedoch immer irgendwie und liebevoll gelöst. All das sowie die Grosszügigkeit der Halle, die trotz hohem An­drangs kaum Besucherstaus entstehen liess, verbreitete eine gute Atmosphäre unter Besuchern und Austellern, die ihre Produkte aus allen nur erdenkli­chen Bereichen der Hanfkultur anboten. Es waren wie auf allen Hanf-Messen zahlreiche Grow- und Headshops vertreten, viele davon aus der Tschechischen Republik, in der es mittlerweile in fast jeder Kleinstadt ein solches Fachgeschäft gibt. Auch der Nutzhanfbereich ist in Tschechien wieder kräftig auf dem Vormarsch und so konnte man an den verschiedensten Ständen Nutzhanfpflanzen bewundern und sich über deren Weiterverarbeitung zu Cremes, Kleidung oder Speiseöl informieren. Die Cannabinoidmedizin ist zwar in der Tschechischen Republik noch illegal, in der Praxis werden Menschen, die ein paar Pflanzen als Schmerzmittel oder Appetitan­reger anbauen, aber nicht verfolgt. Auch in tschechischen Apotheken finden sich zahl­reiche Cremes, Salben und allerlei andere Produkte auf Hanfbasis, selbstverständlich (noch) alle THC-frei oder -arm. Prag2 Auch die Stecklingshändler aus Österreich, Flowery Field und Botanix, konnten ihre nicht blühenden Mutterpflanzen ausstellen, ohne dass irgendjemand daran Anstoss genommen hätte. Last but not least waren auch alle Samenbanken von Rang und Namen vor Ort und konnten fast unbehelligt arbeiten, lediglich der zu erwartende THC-Gehalt der jeweili­gen Sorte musste in den ausgelegten Katalogen unkenntlich gemacht werden. Das ist zwar sonst in Tschechien anders, doch auf Messen ticken die Uhren nicht nur hier ein wenig anders, mehr dazu später. Wie immer hat sich unser Team auch nach Tops und Flops umgeschaut, ohne jedoch wirklich Bahnbrechendes zu finden. Die fast nutzfreien LED-Ufos sind ganz vers­chwunden und die hochgepriesene, neue LED-Technik scheint sich noch nicht durch­zusetzen. LED-Leuchtmittel für blühende Pflanzen sind einfach noch nicht ausgereift. Der einzig echte Hingucker im Growbereich war das neue aeroponische System vom GrowTool: Für unter 500 Euro bietet die Grow In AG in Zusammenarbeit mit growTool das GrowDeck an: Hierbei handelt es sich um ein aeroponisches System, das mit hochwertigen Sprühdüsen. die im Gegensatz zu allen bisher erhältlichen Systemen einen feinen Sprühnebel erzeugen, anstatt nur gegen die Wurzel zu tropfen. Die Ein­zelteile des GrowDecks sind DIN-genormt, somit wirklich dicht und im Notfall sind in jedem Baumarkt passende Ersatzteile zu haben. Ganz gross im Kommen sind auch in Tschechien die Vaporizer: Am Stand Verdampft­nochmal.de, wo es fast alle hochwertigen Vapos, die zur Zeit in Europa auf dem Markt sind, zu bestaunen gab, bildeten sich ständig Trauben interessierter Zuschauer, auch wenn ab Tag zwei keine selbst mitgebrachten Kräuter mehr inhaliert werden konnten, um Ärger mit den ob der dichten Rauch- und Dampfschwaden unter der Hallendecke leicht vergrätzten Ordnungshüter zu vermeiden. Ein grosses Big Up geht von dieser Stelle auch noch einmal an Dipse/SSR: Der nord­deutsche Waagenhersteller hat mich aus einer Notlage befreit und mit einem edlen „Aktivistengrinder" ausgestattet, der mir während der gesamten Zeit beste Dienste geleistet hat. Am zweiten Tag wurde die allzu öffentliche Kifferei den reichlich präsenten Zivilkräften zu bunt und sie verlangten vom Veranstalter, Gegenmassnahmen zu ergreifen. Das war es dann mit dem Rauchen in der Halle, wer es dennoch tat, lief Gefahr, festge­nommen zu werden. So leider auch der bekannte Hanfaktivist und Breeder Soma aus den Niederlanden, der während seines Vortrages über Cannabis als Medizin festgenommen und fast 48 (!) Stunden wegen „der Weitergabe von Drogen" festgehalten wurde, weil er seinen Joint weitergereicht hatte. Ein solch kleinkariertes Verhalten hätten auch wir von der Polizei vor Ort nicht erwartet, aber man muss auch immer daran denken. dass Hanf auch dort nur toleriert, nicht legalisiert ist und das kleine Land gerade in dieser Hinsicht darauf bedacht ist. kein Aufsehen zu erregen. Angst vor Schlagzeilen wie „Hanfparadies Tschechien" sind nach der Berichterstattung der deutschen Medien der vergangenen Jahre nicht ganz unberechtigt. Wo solche Aufmerksamkeit hinführt, beweist eindrucksvoll das Beispiel Niederlande: Das Coffeeshop-Modell läuft immer mehr Gefahr, an der Gleichmacherei und dem Druck der anderen EU-Staaten zu scheitern. Mittlerweile herrschen selbst in Ländern mit liberalen Hanfgesetzen auf Hanf-Messen besondere Regelungen, um dem allzu öffentlichen Konsum Herr zu werden, was wieder mal die Doppelmoral einer "Tolerierung" ohne gesetzliche Grund­lage offenbart. Natürlich sind an so etwas nicht die Veranstalter schuld, die Ordnungshüter hören ein­fach mal zufällig genau zur Messe auf, wie sonst auch wegzuschauen, um daran zu erinnern, dass man der ganzen Sache einfach mal den Saft abdrehen könnte, wenn so eine Veranstaltung zu bekannt oder zu gross wird. Nichtsdestotrotz herrschte die gesamten drei Tage eine sehr ents­pannte Atmosphäre und besonders in der von Eurosafes gesponsor­ten Business Lounge konnte man bei einer gepflegten Sportzigarette interessante Gespräche über neueste Growtechniken, Produkte oder die besten Grassorten Prags führen. Am Ende hatte jeder das Gefühl, noch eine Menge verpasst zu haben, weil die Zeit einfach zu knapp war, die Informationsgier unserer Nachbarn zu befriedigen. Aber dafür gibt es ja dann 2011 die nächste Gelegenheit, denn auch nächstes Jahr findet die cannabizz in Prag statt, um wieder über die zahlreichen Anwendungs- und Nutzungsformen einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit zu informieren und daran zu erinnern, dass die Prohibition nicht mehr zeitgemäss ist. Wir freuen uns schon jetzt. Last but not least , seien noch die Gewinner der Cannabizz Awards erwähnt. Den Preis für den besten Messeauftritt hat das Hesi-Team eingeheimst, wofür es auf der kommenden Cannabizz 2011 eine Freifläche von 20m2 sowie ein fettes Werbepaket vom Veranstalter gibt. Das Produkt, das in der Gunst von Publikum und Veranstalter ganz vorne lag, war der Vapocane, von dessen Wirkungsgrad sich unser Redakteur vor Ort direkt überzeugen konnte ... Cannabizz / International Hemp Fair Thámova Hallen, Prag 8 - Karlin. / www.cannabizz.cz Ausgestattet mit einem gültigen Ticket sitze ich nach fünf Tagen Prag vor dem Bahnhof und geniessen die letzte Sportzigarette des Aufenthalts. Dann verschenke ich meine Reste, Grinder, Long Papers und Filtertips an eine Gruppe Skater, die sich tierisch ob der unerwarteten Aufmerksamkeit freuen. Man kennt ja die netten Jungs von der Bundespolizei im Grenzgebiet zu Tschechien von früheren Begegnungen. Keine Utensilien - kein Anfangsverdacht. Gute Reise. Cultiva 2010-Größer als je zuvor Ein paar Wochen nach der cannabizz steht dann schon das nächste Event auf dem Programm. Die Cultiva in Wien ist den Kinderschuhen endgültig entwachsen und präsentierte sich als professionell organisiertes Hanf-Event der Extraklasse grösser als je zuvor. "Cannabis als Medizin" war auch dieses Jahr wieder Themenschwerpunkt in der Eventpyramide Vösendorf, die zum dritten Mal in Folge den mehr als passenden Rahmen für die dritte Hanfmesse in Österreich bot. Dem Bushdoctor­Team ist es auch dieses Jahr wieder gelungen, dem Publikum eine interessante Mischung aus Information, Hanfkultur und -business zu präsentieren. Zum ersten Mal fanden auch zwei Kongresse parallel zur Messe statt: Die österreichische Arbeitsgemeinschaft "Cannabis als Medizin", kurz C.A.M, veranstaltete den ersten österreichischen Cannabismedizin-Kongress. Hier referierten Ärzte, Apotheken und Patienten zu dem auch in Österreich konträr diskutierten Thema. Die zweite Veranstaltung war der universellen Nutzbarkeit der Hanfpflanze gewidmet, interessierte Zuhörer konnten Beiträge über "Die Herstellung von Hanfmilch" von von Christian Frankenberger, "Hanf im Schamanismus" von Christian Rätsch, oder "wasserlösliches THC" von Peter Rausch, um hier nur einige zu nennen, verfolgen, Fragen stellen und mit den Referenten diskutieren. Auf der Messe hat man dann besonders im Growbereich viele Be­kannte, die sechs Wochen zuvor schon in Prag waren, wiedergese­hen. Auch in Österreich darf eine Hanf-Austellung echten Hanf zei­gen und so war die Halle ob der zahlreichen Stecklingshändler voll mit nicht blühenden Hanfpflanzen. Allen voran der über drei Meter (!) hohe Hanf-Weihnachtsbaum am Stand von bushplanet. Dafür ein spezielles Big-Up an deren Ziehvater, den Düsi von bushplanet-Team. Auch Samenhändler waren wieder zahlreich vertreten, besonders aus Spanien erobern viele neue Sorten, Breeder und Samenbänke den Markt. Erwähnenswert sind hier die neu entwickelten Selbst­blüher, die es jetzt auch in annehmbaren Grössen bis zu einem Meter und mit ordentlichen Erträgen geben soll. Wir haben ein paar Seeds für unsere growing-Redaktion ergattern können und hoffen, unseren Leser/innen im Laufe des Jahres einen schönen Growreport über diese weiter entwickelten "Automatics" liefern zu können. Erfreulich war der sehr grosse Nutzhanfbereich. In Österreich ist der Hanfanbau weniger streng reglementiert als in Deutschland und so hat sich auch im Nutzhanfbereich viel getan: Ein Hanfseiler hat die alte Kunst dem staunenden Publikum vorgeführt, wobei er seine traditionelle Technik mit modernem Marketing verbindet: Neben dicken Seilen kann man schicke Klamotten aus feinem Hanfzwirn beim Meister persönlich erwerben. Auch die im Kongress vorgestellte Hanfmilch, ein neuartiges Getränk aus gekeimten Hanfsamen, ist endlich mal nicht nur gesund, sonder auch richtig wohlschmeckend. lm Paraphenalienbereich sind auch in Österreich die Vaporizer ganz gross im Kommen und so war die Vapo-Lounge von Bushdoctor eine der best frequentiertesten Stände der ganzen Messe, selbst wenn kein Hanf verdampft werden durfte. Die ganze Halle war erfreulicherweise rauchfrei und so konnten sich die Raucher, egal welchem Kraut sie zugeneigt waren, ungestört in den extra markierten Raucherbereichen im Aussenbereich ungestört entspannen. Highlight eines jeden Abends war dann eine After-Party, auf der Aus­steller, Organisatoren und die zahlreich angereisten Gäste noch tief bis in die Nacht fachsimplen oder einfach feiern konnten. Obwohl ich nach drei Tagen Messe und After-Parties einfach nur noch ins Bett gefallen bin, freue ich mich jetzt schon auf die nächste Cultiva. Auch 2011 natürlich wieder in der Pyramide zu Vösendorf. Cultiva / Internationale Hanffachmesse Eventpyramide Vösendorf / www.cutiva.at  

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