Die Wirkung von Cannabis auf Herz und Kreislauf

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Viele Leser werden wissen oder bereits selbst erlebt haben, dass nach dem Rauchen von Canna­bis die Herzfrequenz zunimmt oder sich die Auen röten, da sich die kleinen Blutgefäße im Auge weiten. Die Zunahme der Herzfrequenz wurde in einigen Untersuchungen für eine Zunahme von Herzinfarkten bei Menschen mit einer bereits reduzierten Durchblutung des Herzens verantwort­lich gemacht. Weitere Wirkungen auf Herz und Kreislauf und die Frage, wie diese Effekte zu­stande kommen, werden in diesem Beitrag behandelt. Es ist bemerkenswert, wie komplex diese Wirkungen und die daran beteiligten Prozesse sind und dass angesichts der großen Forschungsanstrengungen noch nicht alle Fragen zu diesem Thema beantwortet sind.

THC und das vegetative Nervensystem

THC und damit auch Cannabis üben die meis­ten Wirkungen auf das Kreislaufsystem über die Aktivierung der bekannten beiden Canna­binoidrezeptoren aus. So wurde der Cannabinoid-1-Rezeptor nicht nur im Gehirn, son­dern auch im Herzen und in den Blutgefäßen nachgewiesen. Auch der Cannabinoid-2-Re­zeptor wurde in einigen Blutgefäßen, nämlich den Herzkranzgefäßen, die den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgen, nachgewiesen. Of­fenbarmedizin gibt es auf den Zellen, die die Blutge­fäße innen auskleiden, den so genannten En­dothelzellen, zudem noch mindestens einen weiteren Cannabinoidrezeptor-Typ, der an der Wirkung von THC auf die Gefäße beteili­gt ist, jedoch noch nicht eindeutig identifiziert wurde.

THC beeinflusst das vegetative Nervensys­tem, das für die Funktionsweise des Herzens und der Blutgefäße von großer Bedeutung ist. Das vegetative Nervensystem ist für wichtige Körpertätigkeiten zuständig, die ohne den Einfluss des Bewusstseins arbeiten, wie At­mung, Verdauung und Herzarbeit. Es besteht aus zwei Gegenspielern, dem so genannten sympathischen und dem parasympathischen Nervensystem, oft auch kurz Sympathikus und Parasympathikus genannt. Ganz allgemein kann man sagen, dass die Aktivität des Sym­pathikus bei Gefahr und starker Belastung überwiegt und zu einer Zunahme der Herz­frequenz, einer Verbesserung der Durchblu­tung der Muskulatur und einer Reduzierung der Verdauungstätigkeit führt. Dagegen steht die Aktivität des Parasympathikus bei Ruhe und Entspannung im Vordergrund: Das Herz schlägt ruhig und Magen und Darm arbeiten. Cannabiskonsum führt zum Teil zu gegensätzlichen Wirkungen auf das vegetative Nerven­system. Zudem gibt es einen Unterschied in der Wirkung zwischen gelegentlichen und ge­wohnheitsmäßigen Konsumenten.

Akuter Cannabiskonsum führt zu einer Aktivierung des Sympathikus im Zentralnervensys­tem und zu einer Hemmung in der Peripherie, also unmittelbar an den Blutgefäßen selbst. Das hat in der Grundlagenforschung mit iso­lierten Blutgefäßen und in Tierexperimenten zu scheinbar widersprüchlichen Ergebnissen geführt. Beispielsweise verursachen Cannabi­noide im Allgemeinen eine Weitung bzw. Ent­spannung der Arterien von narkotisierten Tie­ren, während sie bei wachen Tieren zu einer Verengung von Arterien im Bauchraum und einer Entspannung in der Muskulatur führten. Unter der Narkose ist die zentrale Aktivierung des Sympathikus durch THC ausgeschaltet.

Unterschiede zwischen Mensch und Tier

Die meisten Untersuchungen zur Wirkung von Cannabinoiden auf das Herzkreislaufsystem wurden mit Tieren durchgeführt. Allerdings lassen sich diese Ergebnisse nicht einfach auf den Menschen übertragen, denn es gibt neben Gemeinsamkeiten auch einige Unter­schiede zwischen der Reaktion von Tieren und Menschen. Beispielsweise verursacht die Verwendung von THC bei Menschen eine Beschei­nigung des Pulses, während bei Tieren eine Verlangsamung des Herzschlags auftritt. Di­ese Unterschiede könnten beispielsweise auf den höheren Dosen, die bei Tierexperimenten verwendet werden oder auf dem unterschied­lichen Grad der Wachheit zwischen Menschen und Labortieren beruhen. Die Bedeutung des Grundniveaus der Wachheit wurde in Expe­rimenten mit Affen demonstriert. Wenn die Tiere in einer ruhigen und bekannten Umge­bung getestet wurden, so verursachte THC eine Beschleunigung der Herzfrequenz, wie sie normalerweise auch bei Menschen beob­achtet wird, während bei Affen, die unter ty­pischen Laborbedingungen getestet wurden, die gleiche THC-Dosis eine Verlangsamung der Herzfrequenz verursachte.

Die akute Wirkung von THC auf den Blutdruck

Bei Menschen führt das Rauchen von Canna­bis zu einer Zunahme der Herzfrequenz mit einer Verstärkung der Herzarbeit, während Änderungen des Herzschlags bei der oralen Verwendung meistens nur nach hohen Do­sen auftreten. Im

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