Canna Trade 2009 | Hanfclub

Canna Trade 2009

Jul 17

Zum mittlerweile 9. Mal wurde Anfang Mai die offizielle Schweizer Hanfmesse veranstaltet. lm Laufe der vergangenen Jahre konnte sie sich als eine der wichtigsten Messen innerhalb der europäischen Hanfscene etablieren. Nachdem 2004 zum bisher letzten Mal Hanfmessen in Deutsch­and stattgefunden hatten, war die CannaTrade von 2005 bis 2008 sie die einzige Veranstaltung dieser Art im deutschsprachigen Raum. Erst im letzten Herbst wurde erstmalig eine Hanfmesse in Osterreich organisiert, die Cultiva in Wien, womit nun wieder wenigstens zwei dieser Veran­staltungen im deutschen Sprachraum stattfinden.

Für die CannaTrade stand in diesem Jahr eine besondere Veränderung und damit Herausfor­derung an, denn zum ersten Mal war der Ver­anstaltungsort nicht in Bern, sondern in Basel.

Als Grund für den Umzug der CannaTrade nach Basel gilt in erster Linie die Terminüber­schreitung mit der Austragung der Eishockey-Weltmeisterschaft. Die fand nämlich zur glei­chen Zeit statt wie die CannaTrade und zwar in Bern. Das führte dazu, dass am gewünsch­ten Wochenende alle Messehallen belegt wa­ren und sich die CannaTrade entweder einen anderen Termin oder einen neuen Veranstal­tungsort suchen musste.

Canna Trade 2009-03 Und so wurde aus der Not eine Tugend ge­macht und Basel als Veranstaltungsort für die CannaTrade 2009 ausgewählt.

Das sich dies zumindest bei den meisten grow! Lesern herumgesprochen hatte, machte die Frühjahrsverlosung aus der letzten Ausgabe deutlich. Denn auf die Gewinnfrage, in der wir nach dem neuen Veranstaltungsort der Canna-Trade gefragt hatten, kamen fast nur richtige Antworten. Was das betraf, brauchte sich der Veranstalter schon mal keine Sorgen machen. Mehr Sorgen machte da schon das mangelnde Interesse einiger potenzieller Aussteller. Wie schon auf der letzten CannaTrade in Bern war auch in Basel der Verkauf von Hanfsamen un­tersagt. Wer dies dennoch versuchte, hatte es schnell mit der wachsamen Baseler Polizei zu tun, wie sich im Verlauf der Messe zeigte ...

Weil sie keine Hanfsamen verkaufen durf­ten, waren einige der namhaften Hanfsamen­banken, die sonst immer große Stände auf­bauten, erst gar nicht gekommen. Und die wenigen Samenbanken, die kamen, hatten eher bescheidene Stände aufgebaut. Aber im­merhin waren sie da, auch wenn sie nur Info-material an die interessierten Messebesucher verteilen durften.

Insgesamt waren es um die 8o Aussteller aus den Bereichen Growing, Paraphernalia, Nutz­hanf, Medien und Institute, die ihre Stände aufgebaut hatten. Damit waren es deutlich weniger Aussteller als in vorherigen Jahren, was bei einem Rundgang durch die Messehal­le schnell klar wurde.

Die Halle selbst bot ein nettes Ambiente, auch wenn sie als typische Messehalle nicht wirk­lich „besonders" war. Dafür überzeugte ihre Lage, denn im Vergleich zu Bern, liegt das Messeareal von Basel mitten in der Stadt. Und das hat den positiven Effekt, dass jede Menge Restaurants, Hotels und Bars in unmit­telbarer Nähe liegen. Auch was die Canna Trade 2009-01 Verkehrs­anbindung betrifft, kann Basel punkten. Auto­bahnen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz treffen sich hier und mit dem Flugha­fen vor den Toren der Stadt war die Anreise zur CannaTrade nie einfacher und schneller.

Am ersten der drei Messetage war es wie schon üblich relativ ruhig. Doch das änderte sich an den folgenden Tagen und insgesamt über 12.000 Besucher kamen auf die CannaT­rade. Neben der Messe hatte der Veranstalter auch Vorträge und Workshops organisiert, um den Besuchern ein möglichst interessantes Angebot bieten zu können. Der Messerundgang fiel etwas kürzer aus als in vorherigen Jahren, und ließ sich in einer halben Stunde erledigen, wenn man nicht an jedem Stand in ein Gespräch verwickelt wurde.

Dennoch war die Stimmung allgemein recht gut. Zur entspannten Atmosphäre trug wohl auch die Tatsache bei, dass in der Messehal­le geraucht werden durfte. In den Ländern der EU ist dies bei öffentlichen Veranstaltun­gen kaum noch denkbar, selbst auf den spa­nischen Messen wie der Spannabis gilt ein Rauchverbot (auch wenn sich daran kaum je­mand hält). Canna Trade 2009-02

Was den Konsum von Cannabis anbetrifft, war das natürlich auch in Basel nicht erlaubt. Die Polizei fuhr um das Messegelände Patrouil­le und stoppte den einen oder anderen Mes­sebesucher und kontrollierte ihn auf Drogen bzw. Drogenkonsum. Dass sie dabei auch fün­dig wurden, ist nicht wirklich überraschend. Aber dass so gezielt auf die Hanffreunde Jagd gemacht wurde, war man aus Bern nicht ge- wohnt. Auch dass Mitarbeiter des Zolls von Messestand zu Messestand gingen und auf unverzollte Ware kontrollierten, hatten wir in Bern so noch nicht erlebt. Für eine Grenzstadt wie Basel ist das aber wahrscheinlich nichts Ungewöhnliches, dennoch hinterlässt dies bei manchem Besucher und Aussteller einen eher schlechten Eindruck.

Derzeit ist noch nicht klar, wo die nächste CannaTrade stattfinden wird. Einige der Aus­steller und Besucher vermissten offensicht­lich das gewohnte Umfeld von Bern, andere waren ganz begeistert vom neuen Veranstal­tungsort. Noch bleibt den Veranstaltern Zeit, eine passende Entscheidung zu treffen. So bald fest steht, wann und wo die CannaTra­de 2010 - und damit ihr 10jähriges Jubiläum — stattfinden wird, erfahrt ihr es in eurem grow! Magazin.

Doch vorher - Ende November - findet die Cul­tiva in Wien statt, auf der nach ihrem Erfolg im vergangenen Jahr besondere Erwartungen liegen ...

Weitere Infos: www.cannatrade.ch

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