Gelenkrheumatismus und chronische Schmerzern - Mediweed | Hanfclub

Gelenkrheumatismus und chronische Schmerzern - Mediweed

Jul 17

Lisa (ihr richtiger Namen wurde aus persön­lichen Gründen geändert) leidet seit vielen Jahren an rheumatischen und muskulären Schmerzsymptomen. Diese Symptome haben sich nach und nach in ihr Leben eingeschli­chen. Ganz allmählich steigerte sie ihre täg­liche Dosis Schmerzmittel, bis sie schließlich 4-5 Paracetamol-Tabletten am Tag schluck­te. Das Medikament Prednison (*siehe un­ten) wurde ihr auch verschrieben, doch Lisa weigerte sich es einzunehmen, aus Angst, sie könne eine der Nebenwirkungen, wie Di­abetes, Bluthochdruck oder Osteoporose da­von bekommen. Sie hatte schon von ande­ren Betroffenen davon gehört, aber ihr Arzt riet ihr dennoch dazu, so dass sie das Medi­kament doch ausprobierte. „Frau de Roos, dieses Medikament verursacht nur dann eine der befürchteten Nebenwirkungen, wenn Sie es übertrieben viel und über einen zu langen Zeitraum einnehmen", sagte er. Lisa wusste es besser, sie hatte mit Menschen geredet, die gerade deshalb mit diesen Pillen aufge­hört hatten, weil sie plötzlich an genau die­sen Nebenwirkungen gelitten hatten. Sie ge­brauchte sowieso schon Medikamente gegen ihren Bluthochdruck und auch zur Blutverdün­nung, seit sie im Jahre 2003 einen Schlagan­fall erlitten hatte. Lisa erhielt keine Medika­mente gegen die Arthritis an sich, sondern nur gegen die Begleiterscheinungen, die Schmer­zen. Dann rieten ihre Kinder ihr dazu, Can­nabis zu versuchen, aber anfangs hatte sie starke Bedenken. Sie hatte Angst davor we­gen der negativen Propaganda in den Medien und wegen der erneuten Anti-Cannabis-Politik in unserem schönen Holland. „Man kann da­von süchtig werden, man wird ‚high', gerät in kriminelle Machenschaften und zudem wäre lisa de roos mediweed Cannabis als Medizin nicht wirksam! Nun — an all dem war aber nichts Wahres dran, im Ge­genteil. Cannabis half mir sofort von Beginn an. Unglaublich, ich konnte die Cannabisdosis sogar ein paar Mal auslassen und die Schmer­zen kamen trotzdem nicht wieder zurück!" Ich erzählte ihr vom körpereigenen Endocannabi­noidsystem (endogen (gr.) = aus dem Inneren kommend) und wie es alle Schlüsselsysteme im Körper regulieren würde, bei Menschen wie auch bei Tieren. Viele Krankheiten oder kör­perliche Probleme werden meiner Meinung nach durch ein Ungleichgewicht des Endocannabinoidsystems verursacht. Das ist auch der Grund, warum eine bedeutende Verbesse­rung des gesundheitlichen Befindens eintritt, wenn dann pflanzliche Cannabinoide einge­nommen werden. Man kann auch feststellen, dass nachdem man über einen Zeitraum von mehreren Monaten Cannabis einnimmt, das Endocannabinoidsystem selber die Balance findet, auch wenn dann kein Cannabis mehr eingenommen wird — als wenn der Körper er­kannt hat, dass sich die wiedererlangte Ba­lance äußerst angenehm anfühlt.

Weniger Schmerzen

Lisas Kinder schrieben mir eine E-Mail, worin sie mir den Krankheitsverlauf ihrer Mutter be­richteten. Ich fragte daraufhin an, um mit ihr einen Interviewtermin zu vereinbaren. Es war mir klar, dass Frau de Roos nicht in die Kate­gorie der Cannabis-User gehört, die es aus Spaß konsumieren. So schickte ich ihr gleich ein Fläschchen mit Marijuana-Öl, damit sie es gegen ihre Schmerzen einnehmen kann. „Ich nahm vorsichtig einen Tropfen von die­sem öl ein und nach ein paar Stunden wurden die Schmerzsymptome weniger. Meine Hände waren lange Zeit immer dick und geschwollen, ich konnte sie nur noch mühsam bewegen und jetzt — schau, sie sind wieder wunderbar be­weglich. Am Morgen bin ich zwar immer noch etwas steif, aber ich bin ja auch schon 83 Jahre alt. Genauso ist es, wenn ich tagsüber im Garten gearbeitet habe, dann fühlen sich meine Schultern ebenfalls steif an, aber das ist wohl normal", sagt sie zu mir während des Interviews. „Man sollte behutsam, aber auch nicht übervorsichtig ängst­lich mit dem Marijuana-Öl umgehen. Mittlerweile nehme ich jetzt 1-2 Tropfen davon pro Tag ein. Einen Tropfen am Morgen und dann noch einen am Abend, bevor ich ins Bett gehe. Mein Schlaf hat sich ebenfalls wesentlich verbessert. Vor nicht all­zu langer Zeit konnte ich nur schlecht schlafen, wachte nachts regelmäßig auf und wanderte dann im Haus umher. Ich litt dann unter heftigen Schmerzen und wälzte mich im Bett hin und her, um eine schmerzfreie Schlafposition zu finden.

Nun fühle ich mich morgens endlich ausgeruht und das nun schon seit sieben Wochen. Es macht wirklich einen großen Un­terschied, wie man sich tagsüber fühlt, wenn man nachts gut geschlafen hat. Zudem habe ich keinerlei Nebenwirkungen von der Anwendung des Marijuana-Öls. Selbst meine Kinder können keine negativen Folgen davon bei mir ausmachen", gesteht sie mir und lächelt dabei zufrieden.

Drei Jahre Garantie

Ich spreche mit ihr über das Problem der Versorgung mit dem Marijuana-Öl: „Leider können wir Sie nicht auf Dauer mit Marijuana-Öl versorgen, da dies der Staat nicht erlaubt. Wissen Sie schon, wo Sie sich in Zukunft damit versorgen werden?" Lisa lacht. „Nein, ich wüsste nicht, was ich da machen würde. Am liebsten würde ich es einfach weiter bei Ihnen beziehen." Ich schlage ihr daraufhin vor, selber ein paar Cannabispflan­zen im Garten anzubauen. Nein, das würde nicht gehen. „Mei­ne Nachbarn würden auf der Stelle die Polizei rufen!", erwidert sie. „Na, dann werden Sie wohl demnächst in einen Coffeeshop nach Amsterdam fahren?", ärgere ich sie. Was aber keine gute Idee ist, denn Lisa ist seit Jahren nicht mehr selbstständig mit Bussen oder Bahnen gefahren. „Was halten Sie von der Idee, ihre Kinder zu bitten, für ihre Mutter eine Cannabispflanze in ihrem Garten zu ziehen?", wende ich ein. Aber Lisa ist davon ebenso wenig begeistert. Sie möchte ihre Kinder nicht damit belästigen. Später, nachdem ich das Aufnahmegerät ausge­schaltet habe, vertraut sie mir an, dass sie eventuell ein paar Freunde bitten könnte, für sie ein paar Cannabispflanzen in ihre Gärten zu setzen. Ich erkläre ihr, dass es beim medizi­nischen Gebrauch von Cannabis auch darauf ankommt, dass die Patienten lernen, sich selber zu helfen. Sie sollten dabei versuchen, ein aktives und unabhängiges Verhalten an den Tag zu legen. Unser Gespräch läuft in die richtige Richtung. Lisa hegt schelmische Pläne für die Zukunft, um sich selbst zu helfen. Warum auch nicht? „Das ist ein wirklich einfaches Mit­tel, das mir richtig gut hilft und zudem ist es äußerst günstig, wenn ich Cannabis selber anbaue. Ich bin mir sicher, dass mir mein Arzt niemals ein offizielles Marijuanarezept ausstellen würde. Darüber habe ich zwar nie mit ihm gesprochen, aber er würde mir wahrscheinlich lieber sein Prednison verschrei­ben. Vielleicht würde er mich auch verständnisvoll anhören, aber am Ende würde er sagen: „So etwas würden wir doch nie machen."

Ich sage ihr, dass Cannabis auch andere Altersprobleme auf Abstand hält, so wie Parkinson und Demenz, und ich sicher sei, dass sie auf dem besten Weg wäre, loo Jahre alt zu wer­den! Lisa lacht: „Also, wenn ich nicht an den verschiedenen Wehwehchen leiden müsste, käme mir das doch sehr entge­gen!"

Nach dem Interview fügt ihr Sohn noch hinzu: „Bevor unsere Mutter Cannabis-Öl benutzte, konnte man mit ihr nicht über ein Ereignis sprechen, das in einem Monat oder so stattfinden würde. Damals war ihre Reaktion darauf immer die gleiche, nämlich: ,Wenn ich bis dahin noch da bin ...` Nun, seit sie das Cannabis-öl benutzt, legt sie Wert auf eine Drei-Jahres-Garan­tie, wenn sie sich etwas Neues kauft!"

* Prednison ist ein hochwirksames immunsuppressives Mittel. Es kann da­durch bei allen Erkrankungen eingesetzt werden, bei denen das Immunsystem ursächlich beteiligt ist (Autoimmunerkrankungen), eine Entzündungsreaktion des Körpers nicht erwünscht ist (etwa Asthma oder Allergie) oderz. B. zur Ver­hinderung einer Abstoßungsreaktion nach einer Organtransplantation. Pred­nison wurde in den frühen 1950er Jahren von Arthur Nobile, einem Mitarbeiter der Firma Schering-Plough/USA, entdeckt und 1955 von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zugelassen. Anfang der 1960er Jahre wurde Pred­nison unter dem Markennamen Meticorten vertrieben. Quelle: Wikipedia

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