Die Yucca - Pflanzendoping mit Saponine | Hanfclub

Die Yucca - Pflanzendoping mit Saponine

Jul 17

Das natürliche Wundermittel In Mittel- und Nordeuropa ist die Yucca nur als Zimmerpflanze oder aus dem Treibhaus bekannt. Im Mittelmeerraum dagegen, wächst sie überall an sonnigen Standorten und erreicht eine beträchtliche Höhe von meh­reren Metern. Jährlich schmücken wunderschöne, weisse Blütenkelche, die wie Glocken vom Blütenstengel herabhängen, die spitze Blattkrone der Yucca Schidigera. Die Yucca stammt aus der Pflanzenfamilie der Lilien und kommt ursprünglich aus den Wüstenregionen in Baja Cali­fornia, Mexiko und dem Südwestenn der USA. Sie ist unter den Indianer­stämmen Mexiko's seit vielen Generationen eine geschätzte Nahr­ungsquelle und wirksames Heilmittel. Das getrocknete, vitaminreiche Fruchtfleisch wird im Winter von Mensch und Tier verspeist um die einseitige Diät zu ergänzen. Ihre heilenden Eigenschaften finden immer mehr Anerkennung und werden inzwischen von der modernen Medizin verstärkt untersucht, weil Yucca Schidigera chronische und schmerz­hafte Krankheiten wie Arthritis, Rheuma, Migräne, und innere Ent­zündungen nachweisend positiv beeinflusst. Die sehr effektive entzün­dungshemmende, und blutreinigende Wirkung dieser Wüstenpflanze lindert extreme Schwellungen und viele andere Nebenwirkungen einer Athritiserkrankung. Ermöglicht wird die Heilung durch den Wirkstoff Saponin der in der Yuccapflanze enthalten ist. Um die Gesundheit unserer geschätzen Hanfpflanzen ebenfalls zu unterstützen, ist der Umgang mit dem Saponinreichhaltigen Yuccaextrakt eine noch unbekannte, aber sehr interessante ökologische Methode. Yucca 01 Sex Hormone und Pflanzenwachstum Seit über 25 Jahren werden Yuccaextrakte in der Landwirtschaft erprobt und eingesetzt. Der hohe Anteil an dem Steroid Saponin erklärt den vielfältigen Anwendungsbereich der Yucca Schidigera:
  • um organische Materie abzubauen und für Pflanzen leichter verfügbar zu machen
  • die Durchlässigkeit der Zellmembrane zu erhöhen
  • um mikrobiologische Organismen im Boden zu unterstützten
  • als Schädlingsbekämpfung gegen Nematoden
  • die Wasserspeicherfähigkeit kompakter Böden zu erhöhen
  • als Pflanzenwachstumshormon
  • als Aufbaupräparat für gestresste Pflanzen
Saponine sind in Pflanzen vorkommende Glykoside. In der Yuccapflanze bestehen die Saponine aus einem Steroidteil (anstatt einem Triter-penteil) an dem verschiedene Zuckermoleküle gebunden sind. Die Anwesenheit polarer (Zucker) und unpolarer (Steroide oder Triterpene) Gruppen bewirkt die starke Oberflächenaktivität der Saponine. Sapo­nine sind in einigen pflanzlichen Lebensmitteln weit verbreitet, wie in Sojabohnen, Spinat, Hafer, Spargel, und Knoblauch. Die koreanische Ginsengwurzel und Hülsenfrüchte haben einen sehr hohen Saponingehalt. Vor einiger Zeit berichtete mir ein Freund über eine besondere Behand­lungsmethode, die sein Bruder anwandte, um Hanfsamen zum keimen zu bringen. Er tauchte Bohnen in etwas Wasser ein und legte die Samen anschliesend in diesem Wasser ein bis sie sich spalteten. Er schwor auf die energietisierende Wirkung dieser Vorbehandlung. Das sein Bruder nicht spinnt, beweisen wissenschaftliche Forschungen an den Auswirkungen der Saponine auf Sprossen und Keime. Beim Einweichen von Hülsenfrüchten gehen bis zu 10% der Saponine ins Einweichwasser über (kochen verringert den Anteil bis zu 50%, nur die Saponine der Sojabohne gelten als Hitzestabil). Das erklärt schon mal wie der Wirkstoff ins Wasser gelangt. In Untersuchungen mit dem sapo­ninreichen Yuccaextrakt wurden besonders gute Ergebnisse bei der Keimung von schnellwachsenden Pflanzen wie Mais und Erbsen beo­bachtet, da Saponine die Aufnahme von Wasser deutlich erhöhen und sich somit die Keimung bis zu 40% beschleunigt. Diese Wirkung beruht auf die oberflächenaktive Verbindungen der Saponine.

Eine weitere positive Wirkung, die starke Anregung der Durch­lässigkeit von Zellmembrane, ermöglicht dass wesentlich mehr Wasser und Nährstoffe durch die jungen Wurzeln aufnehmbar und der heranwachsenden Pflanze zu Verfügung stehen. Keimlinge rea­gieren dadurch mit einer bemerkenswerten raschen Entwicklung die ansonsten nur in hydroponischer Anzucht zu beobachten ist. Die Saponine üben einen Einfluss auf den Längenwachstum ähnlich wie das Pflanzenhormon Auxin, welches in den Spitzen der Wurzeln und Blattknospen konzentriert vorkommt. Somit unterstützen Saponine nicht nur die Aufnahme der Nährstoffe sondern stimulieren auch, in Verbindung mit dem Vitamin B2 des Yuccaextrakts, das dazuge­hörigen Pflanzenwachstum im Wurzel- und Blattbereich.

Es ist also durchaus möglich dass eine Pflanzensorte mit hohem Anspruch auf einer guten Versorgung wie z.B. der Hanf, von dem Wirkstoff Saponin ähnlich profitiert, und immerhin haben wir ja schon einen fleissigen

Hanf-Forscher gefunden der das attestiert.

Das Leben im Wasser und Boden

Die Indianer haben schon lange gewusst, was heutztage als wis­senschaftliche Entdeckung gefeiert wird. Ein Schluck Yucca-Bier reinigt den Darm und ein bisschen Yucca-Brei hält das Vieh gesund. Im Magen-Darm Bereich unterstützten Saponine die gesunde mikro­biologische Flora, erleichteren die Aufnahme von verdauter Nahrung, unterdrücken schädliche Bakterien, und verringern Cholesterol. Bei traditionell asiatischer und afrikanischer Ernährung, nehmen die Menschen bis zu 250mg Saponine täglich zu sich (Soja, Hülsen­früchte, Spinatsorten). Nur Vegetarier kommen in Industrieländer auch auf diese Menge. In der typischen europäischen Küche essen wir lediglich 20mg von diesem natürlichen Heilmittel. Also ist was dran am Spinat ...

Was so gut bei Mensch und Tier funktioniert zeigt auch Wirkung im Wasser und im Boden. In Japan ist der Zusatz von Yuccaextrakte für die Reinigung von Kläranlagen so erfolgreich, dass es schon Patente auf diese Art der Behandlung gibt. Um das mal zu testen habe ich 3000L Wasser, mit dem es bakterielle Probleme gab, 80m1 Yuccaextrakt beigemischt. Am nächsten Tag hatte das Wasser keinen unangenehmen Geruch entwickelt, wie es sonst der Fall war, und es blieb weiterhin gut haltbar. Es fragt sich nur, wie oft kann die­ses Extrakt beigefügt und gegossen werden ohne zu überdosieren. Weitere Experimente mit hydroponischen Systemen und anderen Grow-Methoden könnten diese Frage beantworten und dazu beitragen, die vielen Anwendungsmöglichkeiten dieses Pflanzenhilfsmittels bei der Hanfzucht zu entdecken.

Yucca 02 In der Landwirtschaft ist Saponin ein effektiver Bodenverbesserer durch dem besonders kompakte und basische Böden behandelt werden können um die Aufnahme von Wasser und Düngemittel zu steigern. Gute Erde enthält zudem auch viele nützliche mikrobiolo­gische Organismen die für einen lockeren, angereicherten, sauers­toffhaltigen Boden sorgen. Yuccaextrakte fördern diese Organismen und können dadurch einen unfruchtbaren oder ausgelaugten Boden über einen entsprechenden Zeitraum regenerieren. Bei der Anwend­ung im humushaltigen oder ansonsten gut vorbereiteten Boden ist zu erwarten, dass die Beigabe von Yuccaextrakt die Wachstumsbed­ingungen der Pflanzen auf einer schonenden, vollkommen unschä­dlichen Art (also ökologisch) optimal unterstützt. Die Kieselsäure im Extrakt stärkt auch das Pflanzengewebe und steigert die Abwehrkräfte gegen Schädlinge und Krankheiten.

Yucca Schidigera enthält auch:

Eisen, Magnesium, Mangan, Fosfor, Selenium, Kieselsäure, die Vitamine A, B2, C, und K.

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