steigende Zwitterrate bei Growdurchgängen – Die Zukunft des Genpools – eine Abrechnung

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Kein Thema wird in Internetforen und Stammtischen so oft und heiss diskutiert wie die steigende Zwitterrate bei Growdurchgängen. In den letzten fünf Jahren ist die Zwitterquote extrem angestiegen, gerade beim Anbau mit den populären feminisierten Samen hört man immer häufiger von Hermaphroditen und sogar von ausschließlich männlichen Pflanzen. Auch bei den regulären Samen sieht es leider nicht besser aus, immer öfters erntet man auch hier Pflanzen die beide Geschlechter ausbilden.

Doch warum ist das so? Hat wirklich immer der Hobbygärtner Schuld und seine Growbedingungen nicht im Griff?

zwitter 01Ein ganz klares Nein! Die langjährigen Grower werden mir beipflichten können. In den letzten fünf Jahren ist die Zwitterrate extrem angestiegen. Gab es früher nur hin und wieder mal einen Zwitter, so hat man heute selten mal eine rein weibliche Pflanze. Auch damals machten die Heimgärtner Fehler und setzten die Pflanzen einen gewissen Stress aus und dabei entstanden auch nie Pflanzen mit beiden Geschlechtern oder zumindest nicht in dem heutigen Ausmass. Natürlich gibt es heute viel mehr Grower aber die Verhältnisse stehen in keinem Zusammenhang, weil auch sehr erfahrene User davon betroffen sind. Jeder weiss auch, daß man gerade im Outdoorbereich den Pflanzen einiges zumutet. Da wäre der starke und wechselnde Wind, da gibt es teilweise schlechten Boden, sehr hohe Temperaturen und Schädlingsbefall, vom Wildfrass ganz zu schweigen. Dieser Stress ist viel grösser als der, den man Indoor verursachen könnte. Darum ist es nicht möglich, was viele Samenzüchter behaupten, nämlich daß man als Grower zuviel Stress verursacht hätte und darin die Ursache für die hohe Zwitterrate liegt. Ich bin über­zeugt davon, daß 80% der Zwitter genetisch bedingt sind und nicht durch Stress­faktoren ausgelöst werden. Ich erinnere mich noch an früher, als es noch keine STS Methode gab. Da versuchte man Pflanzen durch Änderungen der Photope­riode und durch starkes Beschneiden der Triebe zum zwittern zu bringen, um so feminisierte Samen produzieren zu können. Viele weibliche Pflanzen reagierten nur sehr schwach darauf und bildeten keinerlei männlichen Pollensäcke aus und nun will man den Hobbygärtnern weiss machen, daß zu hohe Temperaturen, eine zu hohe RLF oder eine einmalige 10 minütige Unterbrechung der Lichtperiode die Pflanzen zum zwittern bringen?

Oder versucht man hier vielleicht nur von den eigenen Fehlern der Vergangenheit abzulenken?

Das häufig auftretende Zwittern hat für mich persönlich drei konkrete Gründe. Es ist kein Geheimnis, das einige Züchter mit feminisierten Pflanzen OG Kush feminisiert weiterarbeiten und weiter kreuzen und sich nicht die Mühe einer eigenen Selektion machen.

Es ist eben der einfachste Weg eine bestehende feminisierte Genetik zu nehmen und einfach eine neue Sorte mit einzukreuzen und die entstehende Generation für viel Geld zu verkaufen. Zuerst einmal ist das gegenüber den gewissenhaften Züchtern absolut unfair, da diese vielleicht mehrere Jahre und eine Menge Arbeit in den Strain gesteckt zwitter 02haben. Auch in dieser halb illegalen Branche gehört meines Erachtens auch ein gewisser Respekt dazu, den jeder Breeder den anderen gegenüber haben sollte.

Die wenigsten machen sich heute noch die Arbeit und selektieren hunderte von Pflanzen, um wirklich reine weibliche Pflanzen und reine Männchen auszusuchen, um mit ihnen dann weitere Arbeiten aufzunehmen. Das dabei der gesamte Genpool verkommt und ins Chaos gestürzt wird scheint keinen weiter zu interessieren. Ich dachte immer, daß alle Züchter die Verantwortung haben sollten gute Genetiken zu schaffen und den Genpool aufrecht zu erhalten. Aber anscheinend zählt heute mehr das Geld das man verdient, als die Weiterentwicklung von Hanf und dessen Zukunft. Wenn man z.B. hört, daß ein und derselbe Breeder nun schon seine dritte Samenbank gegründet hat, weil die ersten beiden pleite gegangen sind und sie sich einen gewissen Ruf wegen schlechtem Saatgut und schlechter Genetik einge­handelt haben ist das sicher der Fall. Oder wenn man hört das Sorten von anderen Züchtern einfach mal feminisiert und für viel Geld unter anderen Namen verkauft werden. Wenn man liest das 70% der Züchter gar nicht selber produzieren, sondern ihr Saatgut von Dritten produzieren lassen um es anschließend umzubenennen und weiterzuverkaufen. Wenn man erfährt, daß einige Breeder keine Ahnung vom Anbau, von den Pflanzen und von der Weitervererbung haben und wild mit allem kreuzen was der Markt hergibt, usw., dann fühle ich mich als Kunde hintergangen. Dann wundert mich nichts mehr, auch nicht, daß heute fast jede sogenannte femi­nisierte Sorte, eine unzumutbare Anzahl Hermaphroditen ausbildet. Mir drängt sich der

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