Über Nahrungsaufnahme – EC und PH Werte

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Wahrscheinlich wiederhole ich mich bei diesem Thema, aber trotzdem möchte ich es noch einmal genau erklären, damit es alle verstehen. Wie ich festgestellt habe, ist in den meisten niederländischen Growshops weder die Zeit noch das Wissen um die richtigen pH- und EC-Werte für unsere Lieblingspflanzen vorhanden. Die pH- und die EC-Werte bilden jedoch den Kernpunkt einer erfolgreichen Zucht. Oft wird die Wichtigkeit dieser Werte viel zu ge­ring eingeschätzt. Trotz aller Booster und Stimulatoren, mit denen die Pflanzen verwöhnt werden, dreht sich al­les meistens um die richtigen pH- und EC-Werte, die für eine gute Entwicklung der Pflanzen sorgen.

Nehmen wir zuerst einmal den pH-Wert un­ter die Lupe. Ich versuche es so einfach wie möglich zu erklären: Die winzigen Trinkwur­zeln der Pflanzen besitzen Membrane, die sich öffnen, wenn der Säuregrad der angebo­tenen Nährstofflösung in Ordnung ist. Ist das nicht der Fall, dann schließen sich die Memb­rane und die Pflanze nimmt keine Nährstofflö­sung auf. Die Folge davon ist, dass die Pflanze soviel essentielle Stoffe wie möglich aus den eigenen Deckblättern zieht. Das wiederum hat zum Resultat, dass die Deckblätter schon frühzeitig gelb werden. Um zu bestimmen, welcher pH-Wert der richtige ist, braucht man ein gutes pH-Messgerät. Es gibt eine Men­ge minderwertiger Geräte am Markt; ein pH-Messgerät, das nicht ständig geeicht werden muss und sich der Temperatur anpasst, ist sehr hilfreich. Wenn dem Gießwasser Phos­phorsäure (pH — Blüte) zugefügt wird, dann muß man erst gut umrühren, bevor das pH-Messgerät hineingesteckt wird. Viele Mess­geräte gehen kaputt, weil sie in eine zu hohe Säurekonzentration gesteckt werden. Ein wei­terer wichtiger Punkt in Bezug auf den pH ist, dass pH + nie verwendet wird, wenn dem Gießwasser zuviel pH – zugefügt wurde, denn diese zwei verschiedenen Säuren kämpfen miteinander und die Pflanze stoppt dann ihr Wachstum. Für viele Züchter sind diese, auf meinen eigenen Erfahrung basierenden Aus­sagen vielleicht erschreckend, steht dieses Wissen doch allem entgegen, was wir in der Schule gelernt haben …

Es hängt auch von dem Medium ab, welcher pH-Wert der richtige ist. Nimmt man zum Bei­spiel frische Blumenerde von einem regu­lären Gartenbaubetrieb, dann fängt man mit Leitungswasser an, sogar wenn der pH-Wert 7.8 sein sollte. Die Erde ist meistens so sau­er, dass normales Leitungswasser ausreicht, um auf einen durchschnittlichen ph-Wert von 5.8 bis 6 zu kommen. Liegt der pH-Wert der Erde bei 5.o dann wird eine Nährlösung mit pH 7.o gegeben, um so auf einen pH-Wert im Sub­strat von ca. pH 6.o zu kommen, denn in die­sem pH-Bereich (zwischen 5.9 und 6.6) kann die Pflanze die ihr angebotenen Nährstoffe am besten aufnehmen. Der ideale pH-Wert für Erde beträgt 6.3. Den pH-Wert der Erde misst man wie folgt: Becher oder Glas mit 1/4 Erde füllen, 1/4 neutrales (pH 7.o) Wasser dazu geben, gut rühren und ein paar Stunden ste­hen lassen. Das pH-Messgerät (und auch EC-Messgerät) in das Gefäß tauchen und die ge­messenen Werte werden angezeigt. Alles was über pH 6 liegt, wird mit pH – gesenkt. Also:

pH 4 verlangt pH 8 um auf pH 6 zu gelangen,

pH 5 verlangt pH 7 um auf pH 6 zu kommen,

pH 6 verlangt nichts, einfach so lassen.

Hydrozüchter gehen auf pH 5.8 oder sogar noch niedriger, weil ihr Medium auch viel Bal­last (Abfallstoffe) festhält, die die Steinwol­le in flottem Tempo härter macht. Deswegen verlangen Hydrosysteme ein regelmäßiges Durchspülen des Mediums. Ihr Vorteil ist aber, dass sie den ganzen Zyklus hindurch den glei­chen pH-Wert beibehalten können, weil sie bei jeder Wassergabe zugleich auch spülen. Je weiter der Zyklus fortgeschritten ist, umso mehr Ballaststoffe bleiben in dem Medium hängen. Je mehr nicht aufgenommene Salze dort vorhanden sind, desto niedriger wird der pH-Wert des Gießwassers dosiert, damit die Nährlösung aufnehmbar bleibt. Die höchste Konzentration der Abfallstoffe wird hauptsächlich oben in dem Medium gespeichert. Es ist also ratsam, die Pflanzen von unten zu wässern. Dadurch lösen sich weniger Abfall­stoffe aus der oberen Substratschicht und der wertlose Ballast wird nicht zurück zu den Trinkwurzeln gespült, die sich im unteren Teil des Substrates befinden.

Was gibt der Markt an Nahrung? Will man so organisch wie nur möglich züchten, dann ist die Auswahl nicht einmal so groß. Es gibt Nahrung, in der schon pH — enthalten ist, aber das Messen des richtigen pH-Wertes bleibt trotzdem erforderlich. Hydro-Dünger ist oft stark konzentriert und nicht mit organischem Dünger zu vergleichen. Organisch züchten ist viel besser,

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