Hanf homegrowing – Ein guter Anfang ist schon die halbe Miete

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Oft werden die Träume der Grower von Top-Ernten nicht erfüllt und meist werden eher kleinere Mengen Gras geerntet, als erwartet. Nun kann man sich fragen, was überhaupt eine Top-Ernte ist. Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass ein Gramm Ertrag pro Watt Lichtleistung eine Top-Erntemenge darstellt.

Die Basis einer guten Ernte bildet einwand­freies Pflanzenmaterial in der Anfangsphase der Zucht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Sämlinge oder Stecklinge handelt. Je besser und stärker die Jungpflanzen sind, de­sto besser ist auch das Resultat, gemessen an Erntemenge und Qualität. Zeigen sich schon in diesem frühen Wachstumsstadium Pro­bleme an den Pflanzen, kann man mit Sicher­heit keine optimale, sprich Top-Ernte mehr er­warten. Top-Ernten sind nur dann zu erzielen, wenn alle Parameter über den gesamten Zy­klus hinweg stimmen und keine anderen Pro­bleme auftauchen.

Die Arbeit mit Sämlingen kann im frühen Stadium Probleme bereiten, aber auch Stecklinge sind nicht immer pflegeleicht in der Handha­bung. Der große Unterschied zwischen bei­den liegt darin, dass man mit den Sämlingen von Anfang an alles in der eigenen Hand hat, während man bei gekauften Stecklingen ab­hängig davon ist, was der Markt gerade lie­fert. Leider ist die Qualität der Stecklings-ware sehr schlecht. Ich wage zu behaupten, dass heutzutage die Hälfte aller in den Nie­derlanden angebotenen Stecklinge qualita­tiv minderwertig ist. Da sind Probleme schon vorprogrammiert. Solche Stecklinge sind oft von Wurzelfäulnis, Spinnmilben, Thripse und oder Mehltau befallen. Sehr oft ist auch der Transportweg im Haupttrieb des Steck­lings »verstopft«, er konnte nicht schnell ge­nug Wurzeln bilden, was wiederum Wurzelfäulnis zur Folge hat. Dies lässt sich in einer späteren Wachstumsphase sehr gut an einer Verdickung des Triebes oberhalb des Medi­ums erkennen. Solche Pflanzen werden auch mit Sicherheit keinen schönen dicken Stamm bilden. Samen keimen lassen und zu schö­nen, gesunden Pflänzchen heranzuziehen, ist selbst für erfahrene Grower nicht immer ein­fach. Hier in den Niederlanden herrscht nun einmal eine »Stecklings-Kultur«!

Wer bei uns nicht auf gekaufte Stecklinge verzichten möchte, sollte ein paar Dinge be­achten: Der Stecklingslieferant muss ver­trauenswürdig sein. Nicht, dass die meist überteuerten Stecklinge irgendwo in einer Tiefgarage übergeben werden, ohne vor Ort prüfen zu können, welche Qualität die Ware hat. Meistens besteht erst zu Hause die Mög­lichkeit, die Pflanzen zu kontrollieren. Zudem ist man auf das Sortenangebot angewiesen, das der Markt gerade zu bieten hat. Aber des­halb sollte man nicht weniger kritisch sein. Der Käufer sollte darauf bestehen, dass er die Stecklinge vor dem Kauf genau ansehen dar und prüfen, ob es sich um die gewünschte Sorte handelt. ist die Kohle einmal weg, lässt sich im Nachhinein nur selten verhandeln. Und wenn die Stecklinge erst mal zu Hause sind, kann man eh nicht mehr beweisen, dass fehlerhafte Stecklinge geliefert wurden, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Es ist eben­falls ganz wichtig, darauf zu achten, ob die Stecklinge gut durchwurzelt sind. Eine schö­ne, weiße Wurzelmasse spricht für sich. Je jünger und frischer die Stecklinge aussehen, desto besser. Lange Stecklinge mit hölzernen Stängeln leiden öfter an Wurzelfäulnis, als junge, kleine Stecklinge. Stecklinge, die tage­lang im Dunkeln und in kalten Räumen stan­den, brauchen in der Regel eine Woche Zeit, um wieder »in die Gänge« zu kommen. Sehen sie dann nicht gut aus, sollte man sich nicht scheuen, einen Steckling herauszuziehen und ihn mit einem scharfen Messer oberhalb der Wurzeln schräg abzuschneiden. ist dabei in der Nahrungstransportbahn ein brauner Ring am Rand sichtbar, deutet dies auf Wur­zelfäulnis hin. In diesem Fall ist keine gute Ernte mehr zu erwarten. Eine einfache Lupe erleichtert die Kontrolle, denn die braunen Ringe sind ohne gutes Licht nicht einfach zu erkennen. Cannabis-Stecklinge, die nach 7-8 Tagen nicht gewurzelt haben, leiden mit ho­her Wahrscheinlichkeit an Wurzelfäulnis, wie wir bei Versuchen im Labor festgestellt ha­ben. Auch hier gilt die Regel: Besser ein paar »Centjes« mehr bezahlen, und dafür eine bes­sere Qualität erhalten.

Mit Samen zu arbeiten, findet in den Nieder­landen erst seit den letzten Jahren vermehrt statt, und es gibt noch genug Grower, die bis heute nicht eine einzige männliche Pflanze in ihrem Growraum gehabt haben. Schlimmer noch, viele Grower wissen nicht, wie man ei­nen Samen zum Keimen bringt und wie dann daraus ein gesunder Keimling wächst. Der ge­sunde Keim darf mit nichts in Berührung kommen, das der Entwicklung schadet. Das glei­che gilt, wenn es zum Umtopfen kommt. Das neue Medium sollte keinen Wachstumsstopp, sondern eine Wachstumssteigerung nach sich ziehen. Der Anfang eines Zyklus muss stim­men und gerade die erste Woche bereitet die Basis für die Ernte. Mit Samen zu arbei­ten, gestaltet sich etwas anspruchsvoller als mit Stecklingen. Hat man jedoch einen »grü­nen Daumen« kann man einen höheren Ern­teertrag mit Samenpflanzen erzielen, als mit Stecklingen. Kauft man eine größere Menge Samen ein, dürfte sich das, prozentual im Ver­gleich mit den Kosten für die Anschaffung von Stecklingen, rechnen. Selbst dann, wenn nur 50-6o Prozent der Samen letztendlich weib­lichen Geschlechts sind.

Jetzt ist es Hochsommer und die Outdoor-Pflanzen wachsen wie die Brennnesseln. Es ist sogar noch nicht zu spät, Samen ins Frei­land zu sähen oder Stecklinge zu pflanzen. Die Pflanzen werden dann zwar nicht mehr so hoch und breit wachsen, können aber im­mer noch schöne Blüten liefern, wenn sie ge­nügend Sonnenlicht erhalten. Es gibt Hobbygärtner, die ihre Pflanzen in große Töpfe setzen und je nach Wetterlage deren Stand­ort wechseln. So können sie vor Starkregen und im Herbst vor Dauerregen und zu kalten Nächten geschützt werden. Eine Plastikfolie als Schutzabdeckung zu verwenden, ist eben­falls möglich, doch hat es sich gezeigt, dass es einer stabilen Konstruktion bedarf, um hef­tigen Herbststürmen standzuhalten. Jetzt im Hochsommer sollten die Pflanzen, die schon im Frühjahr gepflanzt wurden und groß ge­wachsen sind, eine extra Portion Dünger ver­tragen können. Sie erhalten ein paar Wochen lang Phosphor und Magnesium, wie es zum Beispiel in Guano-Präparaten vorhanden ist. Die Pflanzen werden es mit üppiger Blütenbil­dung danken. Eine Portion Extra-Kalium auf organischer Basis findet sich in Melasse. Me­lasse ist ein »Abfallprodukt« bei der Zuckerge­winnung aus Zuckerrüben. So lebensnotwen­dig die benötigten Nährstoffe für die Pflanzen auch sind: Nur die richtige Dosis führt zum Er­folg, denn zu viele Nährstoffe schaden eben­so, wie zu wenig davon. Sobald sich die er­sten Blüten bilden, wird jede Pflanze mit einer Stützhilfe, z. B. einem Bambusstab, versehen und an zwei Punkten gut festgebunden. Die Spitze des Haupttriebs braucht nicht fixiert zu werden und ist in der Regel flexibel und stark genug, um nicht abzuknicken. Cannabispflan­zen aus Samen gezogen verfügen über eine stabile Pfahlwurzel und stehen im Vergleich zu Stecklingspflanzen stärker verankert im Boden.

Ein öfter vorkommendes Ereignis bei Indoor-Pflanzen ist die zweite oder sogar dritte In­ternodien-Blüte. Einige extrem sativalastige Cannabissorten zeigen diese Symptome im­mer wieder. Viele Grower sind dann verwirrt und verstehen nicht, was da passiert. Ich er­kläre es folgendermaßen:

Wenn sich bei Indoor-Pflanzen in der sechsten oder siebten Blütewoche deutliche neue Blü­tenstände bilden, die über die fast reifen Blü­ten wachsen, darf man sich

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