Hanf Buds – gestreckt verdreckt und fast verreckt

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Der Deutsche Hanf Verband verweist seit Jahren auf die Gefahren von gestrecktem Gras für Leib und Leben von geschätzten vier Millionen Kiffern alleine in Deutschland. Angefangen hatte alles mit meinem Artikel im Hanf Journal, als in Berlin auf einmal mit einer Art Talkum versetzes Gras aufgetaucht war. Von da an ging es munter weiter, seitdem haben Konsumenten schon die unglaub­lichsten Substanzen in ihrem Weed gefunden.

Die Erbswurst aus Mönchengladbach oder Salz im Gras aus Brandenburg sind noch die harmlosesten Meldungen, die uns in den vergangenen Jahren erreicht haben. Die Spitze des Eisbergs wurde dann in Leipzig vor drei Jahren sichtbar, wo es über 200 Bleivergiftungen gab, weil skrupellose Dealer das Weed mit Bleizucker gestreckt hatten. Bleizucker ist eine zuckerähnliche Substanz, die beim Verbrennen zu Blei rea­giert und so sehr effektiv in den Blutkreislauf gelangt. Damals wären zwei Betroffene fast gestorben, doch selbst die Bleivergiftungen hat die Bundesregierung in Person der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans nicht zum Anlass genommen, Warnhinweise zu veröffentlichen oder gar ein „Hanfblüten-Checking“ zu ermöglichen. Denis Magnani vom Deutschen Hanf Verband (DHV) beschäftigt sich seit über einem Jahr intensiv mit dem Thema Streckmittel in Cannabis. Er betreut unter anderem auch den Streckmittelmelder des DHV und hat so, anders als so mancher Politiker, einen direkten Draht zu den deutschsprachigen Kiffern. Der Streckmittelmelder sowie die Suche nach Betroffenenberichten im Internet haben Denis wider Willen zum Experten in Sachen gestrecktes Gras gemacht.

Wievele Meldungen über Gift im Weed bekommst Du so pro Woche?

Das dürften so im Schnitt etwa 15 bis 20 Meldungen sein.

Wie fühlt es sich an, fast täglich neue Streckmittelmeldungen zu erhalten?

Tja, schockierend und vor allem auch frustrierend, weil ich das Gefühl habe, dass sich die Situation eher immer weiter verschlechtert als verbessert. Das merke ich daran, weil in sehr vielen Streckmittelmeldungen in der letzten Zeit auch verstärkt davon berichtet wird, dass es in der entsprechenden Region kaum bis gar kein unge­strecktes Gras mehr zu kaufen gibt.

Was ist die häufigste „Meldung?

Eindeutig synthetische Streckmittel wie Brix oder auch „unbekannte Verunreinigungen“, die auf so ein Zeug schließen lassen von der Beschreibung her. Brix ist ein chemisches Gemisch, das wohl hauptsächlich aus Zucker, Hormonen und flüssigem Plastik besteht und ausschließlich für das Strecken von Hanfblüten entwickelt und vertrieben wird.

Wie soll sich jemand verhalten, der glaubt, gestrecktes Gras gekauft zu haben?

Auf keinen Fall das Zeug konsumieren, da das ggf. schwere gesundheitliche Folgen haben kann. Entweder beim Dealer reklamieren oder falls das nicht möglich sein sollte, das Zeug entsorgen und den Dealer künftig komplett boykottieren. Den Streck­mittelmelder nutzen und Freunde mit gleicher Bezugsquelle vorwarnen wäre dann auch sinnvoll.

Kennst Du das Problem auch aus anderen Ländern?

Wir bekommen auch häufiger Meldungen aus Osterreich und den Niederlanden (ja, auch Coffeeshopgras kann gestreckt sein!), selten auch mal aus der Schweiz. In England ist mal eine Zeit lang vermehrt mit Glassplittern gestrecktes Gras aufgetaucht, ansonsten habe ich auch schon von derart verunreinigtem Gras aus Frankreich, Belgien oder auch Italien gehört, wo vor einigen Jahren Zollbeamte über 200kg „Glasgras“ aus dem Verkehr gezogen haben. Ich bin zwar jetzt nicht so der Experte, was gestrecktes Gras aus anderen Ländern angeht, da ich mich hauptsächlich auf Deutschland beschränke, ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass es kein auss­chließlich auf Deutschland beschränktes Problem ist.

Kannst du einige Streckmittel erkennen? Wenn ja, welche und wie?

Hm, da sich heute kaum noch jemand am Gewürzregal oder der Buddelkiste bedient, sondern eher zu synthetischen Streckmitteln wie Brix oder dem Phosphor-Kalium-Dünger PK 13-14 greift, ist die Sache recht schwierig geworden. Da merken dann oft nur noch sehr erfahrene Konsumenten, dass etwas mit dem Gras nicht stimmt. Eindeutig sagen, was genau alles für Fremdstoffe drin sind, kann mangels legaler, eindeutiger Testmöglichkeiten allerdings niemand. Mit synthetischen Streckmitteln bearbeitetes Gras brennt wohl meist schlecht oder — je nach Rezeptur — sogar schne­ller ab als normal, Konsumenten beschreiben es, als ob man die Lunte eines China-Böllers anzündet oder der Bud von alleine durchglüht wie Shisha-Kohle und ein ekliger, chemischer Gestank beim Verbrennen entsteht. Meist ist dann die Asche auch schwarz, fest und wird beim Zerdrücken schmierig/ölig. Habe aber auch schon von Fällen

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