Psychoonkologie: Die Psyche verursacht keinen Krebs

  • 17. Mai 2012
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Die Psyche wirkt nicht qua Ausloeser zu Gunsten von eine Tumorerkrankung und psychologische Betreuung kann Krebs selbst nicht heilen. Sie kann wohl zu mehr Lebensqualitaet der Betroffenen beitragen, hiess es bei einem Hintergrundgespraech zum Thema “Psychoonkologie” in Wien.

Erste Hinweise, dass gewisse Persoenlichkeitsmerkmale die Entstehung von Tumorerkrankungen voranbringen wuerden, haben sich laut dem Klinischen Psychologen Georg Fraberger, von der Universitaetsklinik zu Gunsten von Orthopaedie der Medizinischen Universitaet in Wien nie ratifizieren lassen. Die Existenz einer sogenannten Krebspersoenlichkeit ist demnach nichts weiter qua ein Mythos.

Zur Frage einer allfaelligen Krebspersoenlichkeit leben inzwischen viele Studien. Die meisten davon wurden jedoch retrospektiv durchgefuehrt. Das heisst: Schon an Krebs Erkrankte wurden untersucht und anhand gefundener Persoenlichkeitsmerkmale wurden Rueckschluesse gezogen, welche “Menschentypen” die Betroffenen schon vor ihrer Krankheit waren. Das ist jedoch nicht zulaessig, weil die Erlebnis einer lebensbedrohlichen Krankheit kombinieren Einfluss aufwaerts die Persoenlichkeit und Interpretation der eigenen Lebensgeschichte hat.

In den wenigen prospektiven Studien, die durchgefuehrt wurden, haben Wissenschaftler Personen via Jahre hinweg beobachtet und untersucht, ob bestimmte Persoenlichkeitsmerkmale eine spaetere Krebserkrankung prognostizierbar machen. Ueberzeugende Zusammenhaenge fanden die Wissenschaftler derbei wohl nicht. Vielmehr haeufen sich inzwischen die Hinweise, dass die hohen Depressivitaetsraten unter Krebskranken selbst qua Folge der Krankheit und der Behandlung verstanden werden koennen und den Verlauf der Krebserkrankung moeglicherweise beeinflussen.

Eine Krebsdiagnose veraendert dies Leben eines Menschen von einer Sekunde aufwaerts die andere fundamental.

Der Krankheit ausgeliefert, wollen Patientinnen und Patienten dies Unbegreifbare verstehen. Beim Krebs umso mehr, qua seine Ursache andersartig qua zum Exempel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen schwergewichtig fassbar ist. Auf der Suche zu einer Erklaerung zu Gunsten von dies eigene Leid tauchen derbei oft Schuldfragen auf. Die Vermutung, dass gewisse Charakterzuege ursaechlich zu Gunsten von die Entstehung von Krebs verantwortlich sind, wird von zahlreichen betroffenen Menschen gesamt spontan assoziiert. Solche Selbstanklagen erfuellen insofern ihren Zweck, qua sie die Hoffnung mit sich bringen, dass durch Wandel bestimmter Wesenszuege die Genesung gefoerdert wird. Der Haematologe und Psychoonkologe Alexander Gaiger von der Universitaetsklinik zu Gunsten von Innere Medizin I am AKH in Wien betrachtet die Fehde mit dem Mythos Krebspersoenlichkeit und dem vermeintlich schuldhaften Verhalten qua vergeudete Energie.

Trauma keine Krebsursache

Nicht immer wird dies seelische Ungleichgewicht qua Ausloeser einer Krebserkrankung mit einer eventuell vorhandenen Krebspersoenlichkeit begruendet. “Eine Ueberlegung, bezogen aufwaerts den Einfluss psychischer Faktoren, war auch, dass massive Traumata in der Vergangenheit zum Ausbruch einer Krebserkrankung fuehren koennten”, erklaert Gaiger. Eine Theorie, die der Psychoonkologe gewiss sofort widerlegt: “Das mittlere Lebensalter von Krebspatienten liegt zwischen 57 und 60 Jahren. Und so traurig es ist, wohl in diesem Lebensalter hat bereits fast jeder eine traumatische Erlebnis hinter sich.”

Waere die ?Trauma-Theorie? zu Gunsten von die Krebsentstehung relevant, muesste nicht nur praktisch jeder 60-Jaehrige unter einer Krebserkrankung leiden, sondern selbst saemtliche Menschen, die in Kriegsgebieten leben beziehungsweise Opfer von Naturkatastrophen sind. “Das ist wohl keineswegs der Fall”, stellt Gaiger klar und bezeichnet Krebs zu dem heutigen Verstaendnis selbst qua Naturkatastrophe.

Ebenso z.B. Tsunamis und Erdbeben werden naemlich selbst Krebserkrankungen multifaktoriell verursacht. Typischerweise werde psychischen Faktoren, die zu Gunsten von die Entstehung einer schweren Krankheit eigentlich irrelevant seien, eine sehr grosse Gewicht beigemessen, waehrend hochrelevante Umstaende zu Gunsten von die Entstehung oder den Verlauf einer Krankheit voellig unberuecksichtigt wuerden, betont der Psychoonkologe und nimmt hier Bezug aufwaerts den soziooekonomischen Status und Lebensstil.

Armut, Bildungsmangel, hoher BMI, ungesunde Ernaehrung und wenig koerperliche Bewegung macht der Experte im Wesentlichen zu Gunsten von den Umgang und die Erfuellung einer Krebserkrankung verantwortlich. Geld aendere zwar nichts am menschlichen Leid, erleichtere wohl den finanziellen Druck und sei neben einem Informationsmangel ein gravierender Koeffizient in der Entwicklung von Depressionen.

Zum Wert psychologischer Hilfe

Einstellungen, emotionale Faktoren und psychologische Hilfen beim Bewaeltigen einer solchen Krisis koennen die Lebensqualitaet erhoehen. Sie machen zudem oft belastende Therapien besser ertragbar und somit wirksamer.

Das Ziel besteht darin, die Betroffenen moeglichst unbeschadet via die einzelnen Phasen der psychischen Erfuellung der Krebserkrankung hinueber zu bringen: vom ersten Schock via die Abwehr beziehungsweise die Verdraengung hin zur Verarbeitung. Der Krebspatient soll dazu in die Lage versetzt werden, die Krankheit zu akzeptieren und dies Leben fortfuehren zu koennen, ohne dauernd durch Gedanken an den Krebs gestoert zu sein.

Quelle:

http://derstandard.at/1336563054564/Psychoonkologie-Die-Psyche-macht-keinen-Krebs

http://derstandard.at/1328507286338/Mythos-Krebspersoenlichkeit-Vermeintlich-schuld-am-Krebs

Kommentar & Ergaenzung:

Eine interessante Frage ist in diesem Zusammenhang, weshalb die Theorie vom der Krebs ausloesenden Psyche so positiv ankommt. Meines Erachtens haengt dies vor allem damit zusammen, dass diese ?Psycho-Theorie der Krebsentstehung? den Beduerfnissen und Aengsten vieler Menschen entgegen kommt.

Mit dem Mythos der “Krebspersoenlichkeit”halten sich die (noch) nicht Betroffenen meines Erachtens den schwergewichtig zu ertragenden Gedanken vom Leibe, dass der Ausbruch dieser Krankheit vielleicht doch zu einem sehr grossen Teil zufaelligen/ genetisch bedingten/ sonstigen nicht muehelos so steuerbaren Faktoren zuzuschreiben ist. Die Annahme, dass Krebs in der Psyche entsteht, ermoeglicht die angstvermindernde Illusion, dass Krebs durch Einfluss aufwaerts die Psyche vermeidbar oder kurabel ist. Das lindert Ohnmachtgefuehle, wohl wenn man es nicht schafft und trotzdem an Krebs erkrankt, ist man zu dieser Theorie selbst schuld.

Das macht diese ?Psycho-Theorie der Krebsentstehung? so problematisch und fuehrt nicht selten zu menschenverachtenden Schuldzuweisungen an Krebspatientinnen und ?patienten.

Statt sich in Unverwundbarkeits-Fantasien zu fluechten waere es meiner Ansicht zu sinnvoller, wenn wir die grundlegende Verletzlichkeit und Fragilitaet der menschlichen Existenz anerkennen wuerden. Wenn es jeden und jede versammeln kann, ist dies selbst Basis zu Gunsten von zwischenmenschliche Solidaritaet.

Siehe auch: (nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)

Martin Koradi, Dozent zu Gunsten von Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zuerich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung zu Gunsten von Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar zu Gunsten von an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kraeuterexkursionen in den Bergen / Heilkraeuterkurse

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Weiterbildung zu Gunsten von Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: (nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? (nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)

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