Cannabis Global – Prohibition Weltweit

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Seit dem 13. Dezember 1964 ist der Anbau. der Handel und der Konsum natürlicher Cannabisprodukte im Zuge der von der UNO ausgearbeiteten „Single Convention On Narcotic Drugs“ weltweit drastisch eingeschränkt worden. Die meisten (bisher 180) Länder der Erde haben dieses Abkommen ratifiziert und sich damit der vorgegebenen Meinung der USA und damit der Prohibitionspolitik eines Harry J. Anslingers gebeugt – bis heute…

Das im Hanf enthaltene THC ist nach Alkohol und Tabak der am dritthäufigste konsumierte psychoaktive Stoff in Europa und weltweit das mit Abstand meistverbreitete illegale Rauschmittel. Die Erforschung von Cannabis macht zwar große Fortschritte, aber die Ergebnisse gelangen – wenn überhaupt — nur in aufbereiteter Form an die Öffentlichkeit. Die Diskussion pro und contra Cannabis hat heutzutage eher politischen als wissenschaftli­chen Charakter — schließlich stimmen Wissenschaftler darin überein, dass Cannabis eine verhältnismäßig harmlose Droge mit hohem medizinischen Potenzial ist. Es sind also die Politiker, die Cannabis auch heute noch verdammen und nach wie vor seine internationale Ächtung durchsetzen, ohne ernsthaft darüber nachzudenken, welche Vorteile eine Legal­isierung hat.

Tatsache ist, dass die Prohibition heutzutage die bei weitem größte Ursache von Ver­brechen ist. Weltweit verdienen kriminelle Organisationen jährlich etwa 1.000 Milliarden US-Dollar – das ist ca. ein Sechstel des Weltwirtschaftsprodukts. Von diesen ca. 1.000 Milliarden werden allein 80% durch Drogenhandel erwirtschaftet, folglich ist der durch die Prohibition verursachte wirtschaftliche Schaden enorm. Erhebliche Summen des Geldes der Steuerzahler werden für eine fehlgeschlagene Politik im „Krieg gegen die Drogen“ verschwendet, allein in Deutschland sind dies inzwischen etwa 8 Milliarden Euro pro Jahr. Zudem verursacht die Prohibition weltweit soziale und individuelle Schäden: Obdachlose, Heroinprostituierte, Menschen, die in Gefängnissen fremder Länder enden, zerrüttete Familien, die Angst ausgeraubt oder überfallen zu werden und vieles mehr sind die Folge einer realitätsfremden Drogenpolitik.

Gleichzeitig erreicht die Prohibition keine der angestrebten Ziele: Die Zahl der Drogen­konsumenten nimmt stetig zu und (volks)gesundheitliche Probleme werden verschlimmert, während die Kriminalität immer weiter steigt. Tatsächlich ist das eigentliche Gesundheits­risiko, welches die Prohibition ja verringern soll, sehr gering im Vergleich zu anderen Gesundheitsrisiken: Tabak verursacht in etwa 6% aller Todesfälle der Welt, allein in den USA sterben jährlich 400.000 Menschen an den Folgen des Tabakrauchens, 100.000 durch Alkohol und „nur“ 5.000 durch illegale Rauschmittel. In Europa ist das ganz ähnlich und doch wird keine weltweite Krise wegen der Gesundheitsrisiken von Tabak und Alkohol heraufbeschworen — warum also wird das Gesundheitsrisiko von illegalen Drogen so über­trieben dargestellt? Warum werden in vielen Ländern noch immer übertrieben hohe Strafen allein für den Konsum von Cannabis verhängt? Die Antworten sind von Land zu Land vers­chieden, denn nicht überall ist der Grad der Prohibition identisch — manchmal ist dieser Grad nicht einmal innerhalb eines Landes identisch, so ist zum Beispiel in manchen US-amerikanischen oder indischen Bundesstaaten der Konsum und Besitz geringer Mengen Cannabis nur eine Ordnungswidrigkeit, während man dafür in anderen Bundesstaaten glatt in den Knast geht.

Ägypten

Schon seit 1886 ist Cannabis in Ägypten offiziell verboten — dennoch wird es nach wie vor vielfach konsumiert, vor allem in Haschisch-Form. Trotz der drastischen Gesetze bleiben auch hier die Großen im Handel mit illegalen Drogen unbehelligt — wenn jemand geschnappt wird, dann einer von den Kleinen. Und nur, wenn der Kleine nicht genug Geld hat, um sich freizukaufen, dann wird tatsächlich mal jemand für Cannabis verurteilt und eingesperrt.

Afghanistan

ist heute der weltgrößte Cannabis-Produzent, nach Angaben der UN-Drogenbehörde wer­den hier auf einer Fläche von etwa 20.000 Hektar jährlich bis zu 3500 Tonnen geerntet. Der Besitz von und der Handel mit Cannabis ist offiziell illegal und mit hohen Strafen belegt — in der Praxis ist Hanf jedoch weit verbreitet und wird von vielen Bevölkerungsschichten kon­sumiert. Der Konsum wird weitestgehend toleriert und führt in der Regel zu keiner Straf­verfolgung, nicht zuletzt, weil es viel größere Probleme mit inzwischen wieder massenhaft angebautem Opium gibt.

Afrika (alle sonst nicht näher aufgeführten Staaten)

Besitz, Handel und Anbau sind illegal — trotzdem ist Cannabis inzwischen auch in Afrika sehr verbreitet. Verbote werden hier einfach ignoriert und Gefängnisstrafen drohen mehr, als dass sie tatsächlich

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